The Skapitanos - Ska made in Ostwestfalia
 

THE SKAPITANOS, bestehend aus acht Musiker/innen aus Verl und Münster, sind seit 2007 auf den Bühnen OWLs und Umgebung unterwegs. Egal ob in Jugendzentren, auf der Bühne des Bielefelder Lokalsenders Kanal21, auf Festivals mit internationaler Besetzung, oder als Support für Bands wie The Beat (GB), The Aggrolites (USA), The Skatoons (D), Red Soul Comunity (ESP) oder The Clerks (D),THE SKAPITANOS heizen sie dem Publikum ein.

»Es ist kein TradSka (dafür klingen sie einfach zu rockig), TwoTone ist es erst recht nicht aber auch kein wirklicher 3rd-Wave-Ska. Nennen wir sie schlicht und einfach Ska. Nicht mehr und nicht weniger! Diese Band steht erst am Anfang aber wenn sie den Weg, den sie beschritten hat so konsequent weiter geht, werden sie garantiert irgendwann ganz oben mitspielen« – Zitat Forum www.allska.de (The Skanking Cats)

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The Skapitanos - Get It Together
The Skanking Cats 06/2009: »Tja, ich dachte, es gäbe nichts Einfacheres für mich als über die Debüt-CD 'Get It Together' von The Skapitanos zu schreiben. Begleite ich die Band nun schon seit gut 2 Jahren auf ihrem Werdegang und glaube behaupten zu können, (hoffentlich) ohne überheblich zu wirken, ihr freundschaftlich verbunden zu sein. Nun sitze ich hier und weiß nicht so wirklich wie ich anfangen soll. Dabei müsste ich ja einiges zu erzählen haben, bin ich schließlich stolzer Besitzer eines von zwei real existierenden Skapitanos-Supporter-T-Shirts. Aber genau da liegt mein Problem, ich kann nicht ganz unvoreingenommen an die Sache heran gehen. Dafür sind andere zuständig. Aber gut, watt mutt datt mutt, wie der gemeine Westfale zu sagen pflegt.

Beginnen wir im Jahre des Herrn 2007 als ich das erste Mal davon erfuhr, dass es eine junge und aufstrebende Ska-Band Namens 'The Skapitanos' aus Verl gibt. Natürlich ließ ich es mir als selbsternanntem Ska-Scout, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, nicht nehmen zu einem ihrer ersten Konzerte zu gehen und zwar im ortsansässigen Irish Pub (den es inzwischen nicht mehr gibt. Ich hoffe das ist kein böses Omen!). Und bis auf ein paar Schönheitsfehler war ich auch recht angetan. Natürlich musste noch an einigen Dingen gearbeitet und gefeilt werden aber für den Anfang war es durchaus in Ordnung.

Nichtsdestotrotz freut es mich sehr, diese sympathische Band seit (fast) Anbeginn ihrer Karriere zu kennen und von Konzert zu Konzert mitzuerleben, wie sie immer besser wurden bzw. werden. Denn nicht anders ist es zu erklären, dass solche Szenegrößen wie The Aggrolites, Red Soul Community oder The Beat die sieben Verler Jungs – die sich vor kurzem weibliche Verstärkung in Form der Soul-Sängerin Léa an Board geholt haben – bereits als Vorband haben auftreten lassen und dass sie für ein TV-Konzert beim lokalen Bielefelder Sender 'Kanal 21' gebucht wurden.

Zwei persönliche – nicht ganz ernst gemeinte – Abzüge gibt es dafür, dass die OWL-Prossecco-Supporter-Crew namentlich nicht in der Dankesliste erwähnt wird und weil sich mein Lieblingslied 'Peter Coffee vs. The Wulf' nicht auf der CD befindet. Einen echten Minuspunkt gibt es allerdings dafür, dass die Texte nicht beiliegen. 'Zeitdruck', der nicht wirklich erkennbar war, da die CD bereits für Sommer/Herbst 2008 angekündigt war, hin oder her, ich finde es einfach wichtig. Es sollte im Interesse aller Bands sein, dass der Fan die Möglichkeit hat, nachzulesen worum es in den Liedern eigentlich geht. Dafür kommt der Silberling allerdings im sehr schicken und eleganten Digi-Pak-Outfit daher und kann beachtliche 14 Lieder – die im Übrigen alle komplett von Sänger Dominik Symann produziert wurden – mit einer Gesamtspielzeit von über 59 Minuten! aufweisen, erlebt man auch nicht alle Tage. Einen weiteren Pluspunkt erhalten sie dafür, dass es sich bei allen Liedern um Eigenkompositionen handelt. Hatte ich ihnen noch 2007 den Rat gegeben das ein oder andere Coverstück mit ins Programm aufzunehmen, um damit Lücken auf Konzerten zu füllen, ist man diesem nicht gefolgt. Man sollte auch nicht immer auf mich hören.

Erwartungsgemäß gefallen mir (fast) alle Lieder, aber ganz besonders hervorheben möchte ich 'Nice & Ugly' und 'Skadillaque'. Dabei weiß ich gar nicht genau warum mich diese beiden Lieder am meisten faszinieren. Aber das muss ich auch gar nicht. Sie sind einfach gut und Schluss!

Dominiks Stimme erinnert mich stellenweise sehr an die von Claus Grabke (seines Zeichens Sänger der ehemaligen Gütersloher Formation 'Eight Dayz'). Was ich aber so gar nicht mag, ist seine teilweise hinterlegte Stimme bei 'Here We Go'.
Dachte ich bisher immer, dass ein Percussionist in einer Band überflüssig ist, da seine hörbaren Aktivitäten meistens eh kaum jemand wahrnimmt, erfährt der Hörer hier das totale Gegenteil. Ohne den Part von Hannes Volkmer wäre der Skapitanos-Sound nicht der der er ist.

Abschließend mache ich es mir mal einfach und zitiere mich selber:

'Es ist kein TradSka (dafür klingen sie einfach zu rockig), TwoTone ist es erst recht nicht aber auch kein wirklicher 3rd-Wave-Ska. Nennen wir sie schlicht und einfach Ska. Nicht mehr und nicht weniger! Diese Band steht erst am Anfang aber wenn sie den Weg, den sie beschritten hat so konsequent weiter geht, werden sie garantiert irgendwann ganz oben mitspielen'.

Und dazu stehe ich nach wie vor – auch wenn ich im Nachhinein feststellen muss, dass es grammatikalisch nicht ganz einwandfrei ist.

Für einen Laien wie mich ist dieses Erstlingswerk sehr sauber produziert, das lange Warten hat sich also durchaus gelohnt und ist für den eingefleischten Skapitanos-Fan eine tolle Möglichkeit, die konzertfreie Zeit zu überbrücken (diesem muss ich die CD sowieso mehr schmackhaft machen, er wird hier eh schon lange zugeschlagen haben). Allen anderen kann ich sie ohne schlechtes Gewissen empfehlen! Ich kann Euch nur den Rat geben und diesmal wird er hoffentlich befolgt: Hört rein, geht auf die Konzerte und tanzt den Skapitano Ska.

Ich bin ganz sicher, dass es noch viel zu entdecken und gemeinsam zu erleben gibt! In diesem Sinne: Here we go!


Tracks:
01. No Tolerance
02. Got no time
03. Skapitano Ska
04. Get naked rudeboy
05. Nice and Ugly
06. Life goes on
07. Not for good
08. Somebody
09. Aint right
10. To all the ladies
11. Skadillaque
12. Friends
13. Front door
14. Here we go
CD Oomoxx Media, 2009

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