K-Mob - Das Ex-Kurorchester aus Hamburg
Wer kennt sie nicht : »Das Kurorchester« dominierte über Jahrzehnte die Hamburger Ska-Szene.
Nach deren Auflösung war jedoch nicht lange Funkstille. Es formierte sich der »K-Mob«.

Wer ist diese Band?

Das sind 8 Jungs und eine gut aussehende Sängerin, mit der keiner aus der Band was anfangen darf. Stilistisch bewegen sie sich zwischen Reggae, Rocksteady und Ska.

Der »K-Mob« verweigert sich seit Wochen der Vereinnahmung durch die Musikindustrie. Mit Recht! Denn ihr fulminanter Sound und ihre eigenartige Bühnenpräsenz lässt sich nun einmal nur schwer auf Tonträger bannen. (Info: K-Mob)

Mehr zur Band & Hörproben gibt es auf der K-Mob-Homepage: www.k-mob.net
   

Knarösto JJ Pöpel 05/08: »2005 legte der K-Mob mit 'Cushdy' zweifelsohne eines der besten Debut-Alben der vergangen Jahre vor. Das Erfolgsrezept hierbei: 40% Ska, 40% Reggae, 20% Soul, ohne Kompromisse. Nun also liegt mit 'Show de hipnosis' der Nachfolger-Silberling vor. Seltsamer Titel, seltsames Artwork. Seltsames Album?

Nunmal das Äußere vernachlässigt und der Reihe nach, denn auf die inneren Werte kommt es ja bekanntlich immer etwas mehr an. Unverändert bleibt die Produktion. Der Sound des Albums knüpft in dieser Hinsicht zu 100% an 'Cushdy' an. Kein Wunder auch, für Produktion und Mastering waren wie schon zuvor die Herren Hannes und Blankenberg verantwortlich. Somit wird auf einen gewissen Wiedererkennungswert gesetzt, ein Konzept, das voll und ganz aufgeht, denn schon beim Bläser-Intro des Openers 'Cheap tricks' weiß man sofort, was Sache ist.


K-Mob bei mySpace

Dafür, dass man keine Trompete braucht, um einen guten Bläsersatz zu komplettieren, liefert der Mob ein weiteres Beispiel. Viele Songs pendeln auch stilistisch in den gewohnten Gefielden, seien es die Rock Steady-Ballade 'Sweet love sensation' oder die Ska-Nummer 'Valley of rain'. Dennoch punktet das Album vor allem mit seinen ungewöhnlichen Momenten.

Da gibt es zum Beispiel ein Stück namens 'Disco', das auch gänzlich so klingt, mit Synthesizer, Disco-Beat und sogar einer dezent verzerrten Gitarre im Hintergrund. Doch damit nicht genug, auch der 'Work Song' belässt den Beat nicht auf 2 und 4, die Strophen gehen teilweise in Sprechgesang über und der Refrain ist Pop pur. Noch mehr aus der Reihe fällt der Song 'Horrorkabinett', am Gesang hier weder Naima noch Moritz, sondern ein tieftönender Gast: Carsten Friedrichs, Sänger der deutschen Indie-Soul-Helden Superpunk. Neben dem Uptempo-Rhythmus unterscheidet sich der Song durch den deutschen Text vom Rest. All diese Songs beinhalten Faktoren, die den traditionell orientierten 'Cushdy-Liebhaber' zu verstören in der Lage sind. Der Skinhead-Reggae-Boom geht am Mob auch nicht spurlos vorbei und mit 'Jah love turn neck' befindet sich eine abstruse Coverversion auf dem Album, die klingt wie eine Aggrolites-Parodie erster Kajüte, wobei aber bezweifelt sein darf, dass das die Intention der Hamburger war. Richtig schön nach vorne geht 'While hanging out', eine soulige Nummer mit treibendem Rhythmus und herrlich warmem Bläsersatz, gutem Gesang und Ohrwurmmelodie – mein Favorit! Alle CD-Käufer erwartet im Übrigen noch ein Bonustrack namens 'Das Herz von St. Pauli', gesungen von der Frauenmannschaft eben jenes Fußballvereins. Da ich aber weder Fußball-Fan bin, noch von Frauenchören begeistert, handelt es sich hierbei um den einzigen Titel, den ich mir bis jetzt kein zweites Mal angehört habe.

Das Resumée für 'Show de hipnosis' fällt durch und durch positiv aus, hier stimmt alles! Sehr mutig sind die Experimente, die die acht Jungs und das Mädel wagen – Riskierfreudigkeit gewinnt! Diese experimentelle Linie zieht sich jedoch nicht durch den kompletten Tonträger, sodass auch der puristisch veranlagte Offbeat-Freund seine Favoriten auf dem Album finden wird. Der K-Mob macht hier einen Spagat zwischen Altbewährtem und Innovation und verleiht sich somit eine Eigennote, die die Hamburger absolut positiv aus der Masse der 1000 Traditional-Ska-Reproduktionsbands - so gut manche davon auch sein mögen - herausragen lassen.«

Tracks:
01 Cheap Tricks
02 Sweet Love Sensation
03 Valley Of Rain
04 Disco
05 Highway 101
06 Work Song
07 The Bricks
08 Better Than Them
09 Jah Love Turn Neck
10 Typewriter
11 Horrorkabinettv
12 On The Green
13 While Hanging Out
14 How Hearts Fail
15 Das Herz von St. Pauli
CD Grover, 2008

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Lolli Loll: »So, der erste offizielle Album vom K-mob aus Hamburg. Entstanden ist K-mob aus der Band 'Das Kurorchester', die bereits einige Releases in der Zeit von 1998 bis 2002 hatte und wohl eher 2-Tone orientiert waren (habe leider keine Hörbeispiele, womit ich das belegen könnte). 2003 gab es dann einen Neubeginn mit Umbesetzungen als K-mob. Es folgten diverse Samplerbeiträge und eine 7“ in 2004. Im Herbst 2005 dann endlich das komplette Album. Hier ist es: Verdammt, ist der Einstieg geil! Kein Intro, kein geblubber, sondern der Sänger fängt mit ein wenig Drums an und ZACK, da ist der Groove, schöner Early Reggae - Bumm.
Ich bin drin im Album.

So denn, Track 2 - 'Fistful of Satisfaction' - kommt als flotter Ska mit Blasmusik im Thema, als Offbeat und mit Solo. Und außerdem: Hallo Sängerin!!! Ja, 'I would make your day!', bei DEM Soul in der Stimme und männlicher Gesang kommt hier schön als Backing und im Frage-Antwortspiel.

Kurzes 'Interlude' und dann rollt uns die Stimmgewalt von uns Doktor (Ring Ding) um, der auf 2 Stücken des Albums mitmacht. Ich hab ihn ja schon Posaune spielen, Toasten oder Singen gehört, aber Sein Gesang hier in dieser tiefen Lage? Uff! Der Mann überrascht immer wieder!

Es gibt im ganzen Album überall etwas zu entdecken, sei es z.B. die countryartige Gitarre in 'Harlem Heat' oder das Cembalointro von 'Move'. Ein Mitmusiker von mir hat neulich bei einer inhäusigen Umräumaktion das Album auf Dauerrepeat gehört und meinte, bei jedem neuen Durchlauf hätte er irgendwo etwas Neues entdeckt, was ihm vorher nicht aufgefallen ist. Daher spare ich mir jetzt weitere Detailarbeit und vordere den geneigten Leser auf, selber auf die Suche zu gehen! Es lohnt sich!

Durchweg hat das Album einen roten Faden was das Feeling angeht. Man kommt rein ins Album und ist drin. Entspannt, raffiniert und gediegen wird durch Ska und Rocksteady geführt. Hier mal ein wenig 'dubby', dort eine Prise Soul, dann wieder nen Skateil (Beispiel: programmiert den Player mal auf die Tracks 2,6,7,12 und 16 und schon habt ihr eine wunderbare Ska-EP!), aber immer groovy und gut tanzbar. Männlein und Weiblein am Gesang ergänzen sich wunderbar, mal ist der eine Part vorne, mal der andere, mal Frage-Antwort. Nicht vollgepackt mit Soli der einzelnen Instrumentalisten, bei 'Cushdy' wurde Wert auf die Arrangements und den Gesang gelegt.

Definitiv wird dieses Album bei mir nicht einstauben, ich wage sogar die Prognose, dass von dieser Scheibe einiges auf meinem persönlichen 'Sommer 2006-Sampler' fürs Auto landet

K-Mob - Cushdy
1. Tickle
2. Fistful Of Satisfaction
3. Small World
4. Doctor My Eyes
5. Big Love
6. Harlem Heat
7. Second Chance
8. On Purpose
9. Tides
10. Followed
11. Private Number
12. Don't Cry
13. Keep Waiting
14. Dark Night
15. All I Know
16. Liquor Store
17. Move
18. Pleasure
CD: Elmo, 2005

Die Frage nach den Bläsern wird mir in dem Song ein wenig später zackig (aber kurz) beantwortet.

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'11 Track Limited Edition Full Session Edition'
Jan - K-Mob: »tach horst ! ich hab noch mal ne demo-cd zum 'rezensieren' losgeschickt, müsste in den nächsten tagen ankommen. dazu: alle stücke haben wir hintereinander weg in einer stunde eingespielt und das hört man auch. ist sozusagen ein vorab-demo, aber lustig...«

Dr. Maluma / Horst - allska.de: »Und so war es dann auch, was es auf dieser '11 Track Limited Edition Full Session Edition' zu hören gibt. Zuweilen hört man zwischendurch auch mal die Musiker plaudern, und die Tonqualität könnte auch etwas besser sein. Abgesehen davon: K-Mob hat potential. Die sexy Stimme und der Sound erinnerte mich sofort an den von 'Engine 54'. Dementsprechend entspannt geht es denn bei diesen Eigenkompositionen sowie Coverversionen im Reggae, Rocksteady-Stil zur Sache. - Gute Musik zum ab- und ausspannen.«