Lama - Reggae, Ska und Punk aus Basel
In der Schweiz wächst und gedeiht allerhand Gutes. So auch die Band LAMA. Die drei Jungs aus der Region Basel haben sich ganz dem satten und dynamischen Verbinden von Reggae, Ska und Punk verschrieben.

Gespielt werden grösstenteils Eigenkompositionen. Natürlich darf ab und zu ein ge-konntes Cover (Sublime, Wailers, Upsetters usw.) nicht fehlen. Zissy (Michael DeMel) der Sänger und Gitarrist ist bekannt für seine energie-geladenen und emotionalen Auftritte. Feggi (Felix Müller) bringt mit seinen monströsen Basslines alle zum Tanzen und Toben. Chaschper Kron spielt das Schlagzeug so virtuos, dass er gleich den Perkussionisten ersetzt.

Vergangene Touren mit Gigs in der Schweiz, in Liechtenstein und in Deutschland haben es gezeigt: Ein LAMA-Konzert ist ein Spektakel, das viele Menschen berührt und lange in Erinnerung bleibt.

Mehr zur Band & Hörproben gibt unter www.lamamusic.ch.
 
Lama - It´s Showtime

Lolli Loll: »Witzig, kurzweilig und abwechslungsreich: das ist die Musik von Lamas zweiten Album 'It´s Showtime'.

Drei Typen, die klassische Punkrockbesetzung, allerdings liegt der Hauptaugenmerk auf Reggae und Ska. Beim Vorgänger wurde an einigen Stellen bemängelt, dass die angesprochenen Stile nur getrennt voneinander gespielt werden. Das ist hier nicht so. Zwar wird auch mal das ein oder andere Stück in einem einzigen Stil gebracht, aber sonst wird der Mix sehr schön vollzogen. Bestes Beispiel: 'Reggae Soul'. Es wird in den Song reingebolzt und der Text – eben über die Reggaeseele des Erzählers – hat eine lässige Offbeatvertonung.

Bei einer Liveshow wird es das nicht geben, aber auf dem Album werden zur Abrundung hier und da noch Trompeten- und Orgelparts eingebaut. Selbst eingespielt. Ein weiterer Bonuspunkt! Die einzige Unterstützung gibt es bei dem Hip-Hop-Reggae-Stück 'Happy And Free' am Mikrofon. Musikalisch sehr funky unterlegt, machen leider die Synthesizer- Scratches ein wenig die Glaubwürdigkeit kaputt. Ernsthaft! Der Spagat zum Rap ist sehr gut gemacht, warum dann nicht solche Spielereien weglassen? Ganz (mit D.J.) oder gar nicht.

Nochmal zurück zum Anfang der Rezension und zu meiner Aussage, wie denn die Musik von Lama zu beschreiben ist:

Witzig: sind die Texte und irgendwie auch der wirklich zackige und hüpfende Offbeatsound der Gitarre.

Kurzweilig: Der längste Song ist 3,28 min lang. Der Rest schafft die 3 Minutengrenze nicht. Das bringt zwar vielleicht einen ungeübten D.J. in zeitliche Bedrängnis, aber man bekommt ständig was anderes auf die Ohren.

Abwechslungsreich: 'Bush' vs. 'I’ve got you Baby' vs. 'Sloppy Sunday Mourning' – Punk vs. Ska vs. Reggae. Dazwischen die Songs mit Stilmixen, wobei auch noch Funk, Swing und ein paar Shuffle-Beats zu Tage kommen.

Fazit:
Mir ist es aufgefallen und im Bandinfo steht es auch: Die Nähe zu 'Sublime'. Die Gemeinsamkeiten sind ganz klar: Die Bandbesetzung, die (spaßigen) Texte, die durch viele verschiedene Themengebiete führen, der zum Teil wilde Stilmix und das Bestreben, auf Platte verschiedene Instrumente selber einzuspielen. Die Unterschiede liegen im Sound. Sublime arbeitet auf Platte unter anderem viel mit Effekten und Sampling, was die Halbwertzeit der entsprechenden Scheibe höher macht, denn man findet immer wieder andere Besonderheiten in den einzelnen Songs. Lama hingegen verzichten auf Effekte (die Synthesizereffekte in dem oben genannten Song lasse ich jetzt mal unter den Tisch fallen) und Samples und bringen ein Album, was den Kopf zum nicken und das Knie zum wippen bringt. Sofort nach den ersten paar Takten und bis zum Ende hin durchgehend. Man braucht nicht viel entdecken und analysieren, sondern wird von der 'Einfachheit' gefangen und mitgeschleift.«

Tracklisting
1. Showtime
2. Reservoir Dogs
3. Reggae Soul
4. Sloppy Sunday Morning
5. M.S. (Martin Schmutz)
6. Triple Trophy
7. It goes
8. What I'm supposed to do
9. Bush
10. Rude Boy
11. No Weed
12. This is my Family
13. Chicken Run
14. I go slow
15. For Christine
16. Alright
17. Beer did take my Life away
18. I've got you Baby
19. Happy and Free (feat. Linse)
20. Beauty Spot
CD: 2006

Hörproben, Kaufmöglichkeit & weitere Tonträger unter www.lamamusic.ch.

   
Dr. Maluma: »Ich hätte nicht gedacht, dass nur drei Personen ausreichen, um vernünftige Offbeat-Musik hinzubekommen, wo andere Bands mit fünf bis zehn Musikern auf der Bühne stehen. Gut, der Sound von Lama hat nicht diese Fülle, aber es ist der eigentümliche Sound der Lama ausmacht. Das erste Stück dieser CD habe ich mir im Auto auf der Autobahn angehört und Hölle, was habe mich mich erschreckt. Der Track hört mit einem Knall und zwar dem Knall eines Autounfalls auf. Auch wenn die Musik Lama nichtunbedingt meinen persönlichen Geschmack widerspiegelt, hat die Band Potential, und man kann gespannt sein, wie sie sich weiterentwickelt.«

Lama - Island of Madness
1. F.T.V.
2. Same to me
3. Reggae is what I want
4. Satan's queue
5. Big Tree
6. Gently
7. Use my own two feet
8. The Dance
9. Free Time
10. All in my head
11. Crazy Worldn

Hörproben, Kaufmöglichkeit & weitere Tonträger unter www.lamamusic.ch.