Interview mit den Crooners am 5. März 2010
Am 7. März haben wir die Crooners in Hamburg im Studio besucht, wo sie dabei waren, ihre zweite Platte aufzunehmen und uns Gelegenheit gegeben haben, ihnen dabei ein bisschen über die Schulter zu schauen und einige Fragen zu stellen.
Foto: Dietlind Grosseheide

  
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Es ist gut, dass Ihr weiterhin am Ball bleibt. Eure letzte Platte »Legion Of The Dumped« ist super und gefällt mir nach wie vor sehr gut.

Max: Das ist ja schön. Aber wir haben fast nicht live gespielt danach, das ist das Problem dabei. Die ganze Tour danach waren 4 Gigs und dann haben wir gar nichts mehr gemacht.

Warum?

Max: Weil einer ausgestiegen ist. Ich krieg das selber nicht mehr auf die Reihe. Wir haben letztens überlegt, wir haben in 7 Jahren einmal den Keyboarder gewechselt und einmal den Schlagzeuger …bei Bläsern sind wir jetzt bei 30, 40 ungefähr … von daher weiß ich nicht mehr, wer da gegangen ist. Wir haben uns aber nicht mit allen verkracht.

 

Das ist aber schon inflationär.

Max: Ja, das war schon witzig.

Nach wie viel Jahren kam dann die erste CD raus?

Max: Nach 6. Und jetzt haben wir uns gesagt: 1 Platte im Jahr!

Habt Ihr Euch als Ziel gesetzt?!

Max: Ja. Es war halt Bookingmäßig schwierig. Viele Sachen, wo wir öfter schon gespielt haben, haben wir terminlich nicht bekommen. Aber jetzt haben wir wieder angefangen. Jetzt spielen wir im ersten halben Jahr öfter in Hamburg als wir in den letzten 4 Jahren zusammen gespielt haben.

Wie war es Freitag mit den Butlers?

Max: Geil! Das muss man schon sagen. Mit denen haben wir uns gut verstanden. Das passte auch. Als wir das letzte Mal mit einer größeren Band in Hamburg gespielt haben waren es die Moon Invaders und die waren natürlich der Burner.

Die Moon Invaders – Mein Schicksal

Max: Wieso?

Ich bin nicht der größte Moonie-Fan. Ich finde die wissen was sie machen aber das ist Musik die mich nicht berührt. Und ich glaube, das ist die Band, die ich bisher am meisten gesehen habe. Und jedes mal stehe ich davor und sage „Ja, nett." aber mehr gibt mir das nicht. Sie sind wirklich gut und werden zu Recht hoch gehandelt aber es gibt Bands die mich mehr ansprechen und berühren. Aber man muss ja auch nicht jede Band mögen.

Max: Ich fand die schon ganz geil aber wenn wir dann ankommen und „Punkrockkrams“ machen, dann fällt das eben ab gegen die. Wenn wir mit einer schnellen Band zusammen spielen sieht das schon anders aus.

Würdet Ihr euch denn als Punkrockband bezeichnen?

Max: Nein, das habe ich mit einem Augenzwinkern gesagt. Ich bin halt dummerweise Status Quo-Fan, deswegen die 3 Akkorde.

Wo war denn das Konzert am Freitag?

Max: Im 'Hafenklang'.

Ach, stimmt, da sind wir heute vorbeigekommen. Ich hatte nur gesehen 'Salon Hafenklang'.

Max: Das ist 'Goldener Salon Hafenklang'. Die haben eine Partyfläche und ne Mini Bühne. Die machen Elektrozeugs mit DJ und so weiter.

War es gut besucht?

Max: Ja, mit 150/200 Besucher, war ganz gut besucht. Aber wenn pünktlich um 18 Uhr ein Schneesturm los bricht, muss man sich nicht wundern, wenn 100 Leute weniger kommen.

Wenn wir Freitag angereist wären, wären wir auf jeden Fall auch dabei gewesen aber das hat sich nicht ergeben. Wir hatten von vorneherein geplant Samstag anzureisen.

Max: Wir kommen noch mal zu Euch. Kennst Du Skafield aus dem Saarland?

Sagt mir jetzt so nichts.

Max: Das ist wirklich Skapunk, hart und schnell. Die wollen was mit uns machen und Gütersloh wäre ein toller Zwischenstopp für so was. Wenn man nach Saarbrücken will sind das 700km von hier. Vielleicht mal mit denen was und The Clerks, da könnte man was im Bauteil machen.

Die hab ich damals (21.12.2007) im 'Muck' nicht sehen können, ich hatte Skapitanos gesehen, Euch und dann aber The Clerks nicht mehr. Um die war es ne Zeitlang ruhig, oder? Die hatten sich aufgelöst oder umbesetzt, von denen hab ich ne Zeitlang nichts gehört aber jetzt sind sie wieder am Start, kann das sein?!

Max: Ja, sie haben einen neuen Geiger und Saxophonisten. Wir haben Weihnachten mit denen gespielt, in Krefeld. Die sind wieder da. Haben auch ne neue Scheibe gemacht, hatten ne Livepause und neue Stücke aufgenommen. Ich hab die Platte nicht aber das was ich gehört habe war sehr geil. Der harte Kern ist auch noch dabei.

Das ist so ne Band die ist an mir vorbeigegangen, die hab ich nie so wirklich verfolgt.

Max: Kommt noch. Beim  „Muck“ muss damit rechnen, dass man nur vor ein paar Leuten spielt.

Ich war danach noch einmal da, da haben Blue Babies aus Freiburg gespielt aber das war leider auch sehr armselig besucht. Es waren vielleicht 15 Leute da und von den 15 waren 3 – das waren dann wir – wegen der Band da und die anderen weil das auffem Dorf ist und an dem Abend nichts anderes los war. Aber ich muss den Blue Babies zu Gute halten, dass sie wirklich alles gegeben haben. Das finde ich sehr bemerkenswert bei einer Band, egal wie viele Leute vor ihnen stehen und sie trotz allem vollen Einsatz zeigen. Das merkt man auch als Zuschauer ob die da jetzt nur stehen und ihr Set abspulen oder wirklich Vollgas geben. In Oktober haben sie dann in Oelde gespielt – einem kleinen Nachbarort von Clarholz – und da war die Bude aber voll und sie haben wieder alles gegeben. Soweto haben mal im Bauteil gespielt und die hatten überhaupt keinen Bock. Da waren nur 30 oder 40 Leute und die hatten einfach keine Lust. Das ist ja nicht groß im Bauteil aber man kann trotzdem alles geben auch wenn es nur halb voll ist.  Und ich finde, dass macht ne Band halt aus, dass die Lust haben zu spielen. Klar ist das doof, vor so wenig Leuten zu spielen – das wirst Du besser wissen – dass man denkt 'Schade, wäre schöner wenn es voller wäre' aber das fällt auf eine Band auch zurück. Ich hab mal die Babylove Vorgängerband Furillo in Gütersloh vor 20 Leuten gesehen und auch die haben alles gegeben. Das macht eine Band auch sympathisch.

Max: Du willst ja dass die wiederkommen. Wenn du die 20, die gekommen sind auch noch anpisst und sagst das reicht mir aber nicht, dann spielst du das nächste mal vor 0! Wenn Du vor 20 Leuten Gas gibst, kommen das nächstemal 50. Dann musst Du nur noch 10 Jahre touren und dann hast Du es auch schon geschafft. Dann biste bei plus minus null. Dann kannste Dein reifes Alterswerk veröffentlichen und auf Best Of-Tour gehen und dann auflösen, so Fakeauflösung. Dann Reunion und ein Jahr später.

Na ja .. und die Leute, die da sind, können ja nun auch nichts dafür daß es so leer ist. Ich versuche schon immer alle Leute zu mobilisieren aber es schwer. Dabei verstehe ich das gar nicht. Ich mag die Musik schon sehr und gehe regelrecht darin auf und versuche alle Leute mitzureissen.

Warum hat es 6 Jahre gedauert bis Ihr eure erste Platte rausgebracht habt? Wegen der vielen Wechsel?

Max: Erstmal das und auch wegen der Songs. Es war ganz lange so, dass wir gesagt haben, wir haben nicht genug geile Songs, um damit ein ganzes Album zu füllen. Aber das war auch ein bisschen übertrieben, man hätte zumindest was provisorisches eher raushauen können.

Ach so, es gibt noch eine handvoll Songs, die es bisher nicht auf ne Platte geschafft haben?

Max: Ja.

Was macht man damit? Werden die dann verbessert und dann vielleicht auf die nächste CD oder sind die einfach nix?

Max: Die meisten sind nichts. Wenn so ein Ding in die Tonne wandert dann meistens weil die anderen keine Lust haben sie zu spielen. Ein paar haben wir ja noch als Livelieder, weil man keinen Bock hat sie auf Platte zu hören. Da kann man dann beim Gig noch ne Überraschung einbauen. Oder die wir online stellen zum freien Download. Wenn man eine Platte rausbringt, ist das schon was anderes, wenn man die Ansage macht: 'Das ist jetzt hier die volle Packung!'. Da willste dann auch keine Fülllieder haben. Wobei auf der 'Legion Of The Dumped' auch Sachen sind wo ich jetzt sagen würde, das hätte man auch noch mal tauschen können. Hinterher ist man dann schlauer. 

Man kann so einen Song auch sicherlich bearbeiten, wenn er einem in dieser Form nicht gefällt. Setzt man sich vielleicht noch mal hin, das Grundgerüst steht ja, und versucht doch noch was draus zu machen? Die Möglichkeit besteht doch oder sagst Du dann 'Nee, das ist dann vorbei, das vergessen wir mal'.

Max: Meistens, aber jetzt z. B. war es so,dass wir für die nächste Platte viel Reggae-Sachen .. so Old School Ska-Geschichten gemacht haben, dass wir erst mal 6 Wochen so langsames Zeugs gespielt haben weil wir das erstmal üben mussten und danach alte  1-2-3-4 Rock´n´Roll-Sachen rausgekramt haben,  das wir gesagt haben. Da haben wir gemerkt, es macht auch wieder Spaß so was zu spielen, weil wir die ganze Zeit auf „halber Kraft“ unterwegs waren.

Wie muss ich mir das vorstellen: Du hast dann einen Text der Dir eingefallen ist, den Du niedergeschrieben hast oder ist das so: Dir fällt irgendwann ein Stück für eine Melodie ein und dann guckst was Du für einen Text findest?

Max: Texte sind eigentlich mein Pferdefuß. Das ist das Letzte, das dauert am längsten und macht am wenigsten Spaß. Erst die Musik dann ganz lange gar nichts und dann durch Zufall irgendwann ein Text.

Aber dann ist es auch schwierig zu sehen, dass der Text dazu passt, oder nicht?! Ich stelle mir das schwierig vor wenn man die Melodie schon hat und das Lied schon steht und man dann zusehen muss, dass der Text auch dahin passt.

Max: Das fand ich immer nicht ganz so wild. Das was ich wild finde ist, was zu singen, was nicht bloß Skank-til-You-Drop ist. Also der Versuch nicht nur reine Partytexte zu schreiben und wobei natürlich, nicht jeder ist Bob Dylan. Man muß auch eine Grenze dessen ziehen, was man mitteilen will bevor es komplett lächerlich wird. Aber ich finde es grundsätzlich schon lustig wenn man irgendwie so fröhlichen 180er Rock´n´Roll spielt , Hubbläser einsetzt und dann Texte über böse Sachen macht.

Achtest Ihr darauf wie das Publikum reagiert wenn Ihr neue Lieder spielt, also die Lieder ankommen oder nicht. Oder sagt die Band: nee, so was spielen wir erst gar nicht. Man kann doch ein Konzert auch als Resonanzgeschichte sehen. Vielleicht sieht das Publikum das ja ganz anders als die Band.

Max: Schon, das Problem ist wenn wir, egal an wem es liegt, an mir oder den anderen, wenn irgendwer keinen Bock hat, dann merkt man uns das an. So zu tun als ob.
Da spielste ein neues Lied und alle gehen sich ein Bier holen, dann ist spätestens der Moment  gekommen, wo man sagen muss: OK, das müssen wir noch mal modifizieren. Das passiert uns exklusiv dann wenn wir versuchen was zu machen, was nicht zu uns passt. Das ist auch der Grund warum dass Schreiben so lange gedauert hat für das Album. Wir haben früher versucht die ganzen Sachen zu ergänzen, mit Sprenkseln aus anderen Stilen, um uns ein bisschen abzuheben. Aber das wirkt auch ganz schnell verkrampft. Das merkste wenn die Leute hätten sagen sollen „Oh toll, das ist ja so abwechslungsreich“. Die sagen aber eher: „Jeder dritte Song von denen nervt.“ Weil wir versuchen irgendwas zu machen was wir nicht sind oder was man bei so einem Konzert gar nicht hören will. 1 Stunde Gig ist auch einfach zu wenig, um dann 3 Experimente einzubauen. Die Leute kommen dann immer wieder runter und ich muss jedesmal von vorne anfangen, damit sie Spaß haben und tanzen sollen. Aber aus Fehlern wird man klug.

Aber es ist schon so, dass man eine gewisse Auswahl an Liedern hat, die fest sind, dann aber mal guckt ob die Leute darauf total abgehen. Dann schmeißt man spontan ein paar Sachen raus, weil die wohlmöglich zu lahm sind, wie z. B. zwei Balladen hintereinander?

Max: zwei Balladen haben wir gar nicht.

Wir haben das mal erlebt auf einem Konzert das eine Band zwei ganz lahme Lieder hintereinander gespielt haben und der Raum wurde immer leerer. Ich bin ja kein Freund von langsamer Musik aber das war definitiv zu viel, man kann sicherlich mal eins einbauen ein bisschen langsamer aber zwei geht überhaupt nicht. Da haben sie sich viel mit kaputt gemacht an dem Abend. Aber ich glaube, das hattest Du auch schon mal gesagt, wenn man merkt, dass ein Lied richtig reinhaut, man bleibt dann auf der Linie. Da ändert Ihr auch schon mal die Setlist?

Max: Wir haben Eckdaten, das schon. Wir haben ja jetzt auch angefangen mit Reggae zu starten. Mittlerweile denkt man, dass das am Anfang halt viel zu viel ist, einfach aufzukreuzen und anzufangen, sofort in die Fresse starten. Je länger die Gigs werden, desto mehr versuchst du schon mehr Tempo reinzukriegen. Ich denke, nach jedem 3., 4. Lied kann man sich erlauben was zu spielen, was etwas grooviger ist. Bißchen langsamer, harmonischer vielleicht sogar, deswegen musste ich grinsen gerade weil Du ja sagtest „langsame Sachen sind nicht so Dein Ding“. Das einzige was wir gerade aufzunehmen haben, ist der langsamste Song den wir je gemacht haben.

Ich verurteile das ja nicht. Ich habe halt nur einen Faible für schnelleren Ska: TwoTone oder 3rd-Wave. Bei den alten TradSka-Sachen sind zwar auch ganz nette dabei aber ich mags halt lieber etwas flotter. Aber das heißt ja nicht, dass ich alles andere total scheiße finde.

Max: In der Zeit, wo wir uns noch nicht so gut kannten oder so viele Besetzungswechsel hatten und vor allem kurze Gigs gespielt haben, wo Du nur eine halbe/dreiviertel Stunde spielst, da ballerste nur runter. Mittlerweile spielen wir so lange so zusammen, dass wir entspannter geworden sind, wir kennen uns besser, kommen besser klar. Dann fängt man irgendwann an zu sagen: Mensch, wir müssen nicht nur ballern, wir können auch ein bisschen softer zu Werke gehen. Das hat sich live zumindest Freitag auch extrem gut bewährt, und davor auch, als wir mit Jahrome gespielt haben.

Das heißt also, Ihr seid bei der zweiten CD immer noch die gleiche Besetzung wie bei der ersten?

Max: Der Bläsersatz ist weg, wir haben jetzt einen neuen. Nee, der Posaunist ist noch dabei. Er wird jetzt allerdings nach Berlin gehen zum studieren.

Wie ist das eigentlich, wird der Gesang dann als letztes aufgenommen, weil Du dann über die ganze Musik Deinen Gesang legst, oder wie funktioniert das?

Max: Jetzt waren es einfach Termingeschichten aber im Moment geht es nicht anders, aber ich finde das geil.

Du hörst dann alles und dann fällt dir was dazu ein?

Bonbon Scott: Nee, das steht schon, mehr oder weniger. Bis auf ein paar Textverbesserungen.

Aber was wird denn dann als erstes eingespielt?

Bonbon Scott:  Wir fangen immer mit dem Schlagzeug an. Es gibt dann solche Drecksspuren wo Max mit draufsingt, damit ich ne Leitung habe. Die Stücke stehen roh strukturiert. Es ist eine Hilfe mit anderen Instrumenten einzuspielen, um ein Gefühl zu bekommen. Es gibt verschiedene Arten entweder diese Ebenen dann kommt Schlagzeug, dann kommt Bass-Gitarre, Bläser usw. oder man spielt direkt live ein. Da ist aber nur ein räumliches Problem, denn Du musst ja irgendwie ein bisschen die Instrumente verteilen, nachher, bei den Aufnahmen beim Mixen da haste dann auch noch etwas mehr Einfluss, wenn’s darum geht einzelne Spuren zu bearbeiten. Beim Live einspielen muss halt jeder Instrumentalist seinen Part können.

Aber könnte man denn jetzt, wenn man sagt, der Posaunist hatte einen Scheißtag den noch mal neu aufnehmen und neu drüber legen?

BonbonScott: Deswegen die räumliche Trennung, da sonst die Mikrofone die anderen Instrumente mit aufnehmen, dann hast Du keinen Einfluss mehr darauf. Dann muss alles stimmen. Wie bei ganz alten Musiksachen. James Brown z. B. da gab’s im Studio nur ein Mikro, da hörst Du sogar noch das Quietschen des Pedals der Gitarre, das defekt ist oder das Hihead-Pedal. Die konnten ihren Part alle perfekt. Da ist es egal gewesen, ob es eine Übersprache von Mikrofonen gab. Heutzutage ist es nicht mehr nötig, ein Instrument wirklich perfekt zu beherrschen, denn Du hast die Technik einfach alles zu machen. Das machen wir nicht unbedingt. Es gibt z. B. Programme mit denen Du Bläser perfekt rücken kannst wenn die Intonation nicht stimmt. Aber irgendwann hört es sich zu perfekt, zu klinisch an, so wie du es bei der heutigen Musik immer hast. Es gibt kaum noch Musik die Mainstream ist, die du dir anhören kannst weil alles viel zu perfekt ist. Auch vom Sound her schon, da fehlen die Balls.

Deswegen gefällt mir z. B. OXO68 auch ganz gut, obwohl ich jetzt nicht allzu viel von ihnen kenne. Einige nenne es ja „Rumpelska“ aber ich finde das passt alles zusammen, die Stimme, die Musik. Ich mag das wenn das nicht alles so rund klingt. Das kann ich natürlich jetzt nicht verallgemeinern, es gibt bestimmt auch schlechte Sachen dabei aber oftmals gefällt mir das.

Bonbon Scott: Zuviel rumgerücke ist auch tödlich für die menschlische Zeitschwankung. Das ist einfach so, dass wir nicht wie ein Uhrwerk funktionieren. Dabei geht auch ein bißchen Gefühl verloren wenn Du immer alles gerade rückst.

Und wie läuft das bei Aufnahmen? Da mietet Ihr euch ein Wochenende in so einem Studio ein, so wie jetzt hier.

Bonbon Scott: Richtig, das liegt dran wie viel man aufnehmen will, wie viel Zeit man hat oder wie viel Geld. Es ist nur für manche Instrumente essentiell, hauptsächlich fürs Schlagzeug. Beim Schlagzeug ist es vom Know-How des Mischers abhängig, dass Du jemanden hast, der den Sound gut abmischt und von der Mikrofonierung in dem Raum. Ich kann nicht alleine in unserem Bandraum kurz eine Aufnahme machen weil der Raum viel zu hallig ist. Aber man kann andere Sachen zuhause machen heutzutage, man braucht keine Bandmaschine mehr, das ist durch die Computer schon alles ganz schön vereinfacht worden.

Wenn Ihr euch dann in dem Studio einmietet, spielt Ihr dann gleich alle Songs ein? Ist das möglich? Oder macht man mehrere Termine?

Max: Manche können das. Wir haben das mal gemacht ganz schnell. Bei der ersten CD: Drums zwei Tage, Gitarren drei.

Bonbon Scott: Weil Du ja den Raum ausmikrofonierst, das Schlagzeug einpegelst und es hier nicht mehrere Studios gibt, ist es schon ganz schlau das eine Instrument abzuhaken und dann das nächste … nach dem Schema vor zu gehen als von Song zu Song, weil da einfach viel zu viel Mischkram zwischendurch wäre und so ist einfacher ein Instrument abzumischen, mit dem dann alle Songs abzuarbeiten und dann für das nächste Instrument das gleiche Spielchen wieder. Kommt natürlich auch immer auf die Größe des Studios und das Budget an, du kannst immer anders arbeiten. Aber so macht es Sinn.

Aber die neue Platte wird anders als die alte, oder?! Sie wird ein bisschen Reggaelastiger?!

Max: Reggaelastig nicht.

Aber auf jeden Fall schon etwas ruhiger als die erste.

Max: Wir machen auch wieder hoppel-hoppel-hoppel.

Was macht Ihr??

Max: Hoppel-hoppel-hoppel. Das muss sein.

Bonbon Scott: Bei der Crooners-Attitude bleibt es auf jeden Fall, also vom Sound her.

Aber schon etwas anders, man wird nicht die gleiche Schiene fahren wie bei der ersten?! Kann man sagen, dass Ihr euch weiterentwickelt habt oder wie stuft Ihr das ein?

Max: Geschmacklich, wir schmeißen mehr weg. Wir haben keine Angst mehr Songs rauszufeuern. Ganz ehrlich: solche Dinger wie 'In The Middle Of The Couch' würde ich nicht noch mal aufnehmen, also das ist eins dieser Dinger wo ich gedacht habe ich nehme das mal auf meine Kappe, das muss da aber rein damit du eine gleichförmige Platte hast. Da bin ich jetzt der Meinung das hätte man sich einfach schenken können.

Miss Bliss: Ich kenne einen, der findet das super geil, das beste Lied der ganzen Platte.

Max: Grüß mal schön. Also ich kenne ein paar, die finden das nicht. Ich zum Beispiel.

Bonbon Scott: Ich finde vom kompositorischem ist das neue Album ein bißchen ausgefeilter, es ist immer noch die gleiche Struktur – Strophe – Refrain – Strohpe – Refrain ich persönlich bin ja auch schon etwas länger dabei. Man merkt immer mehr dass Max andere Einflüsse verarbeitet und die dann auch besser strukturiert weil der Song besser strukturiert ist, die Bläser anders eingesetzt werden ...

Max: Weiter, weiter, hier ist der Fünfer den ich Dir versprochen habe.

Also Du schreibst alle Songs?

Max: Ja.

Bonbon Scott: Das ist ja das Schöne: man setzt sich in ein gemachtes Nest, das wissen viele gar nicht zu schätzen.

Coverversionen gibt’s bei Euch gar nicht, oder?!

Max: Nee, haben wir auch nicht vor, da hat man ja den Vergleich zu den Originalen.

Na gut, man kann es ja selber interpretieren.

Bonbon Scott: Man bedient sich nicht der Songs bei denen man weiß: OK, das geht so auf jeden Fall, da gehen die Leute ab, sondern man probiert es mit eigenem Kram.

Ist es dann der eigene Ehrgeiz der einen dann packt?

Max: Das ist echt Taktik würde ich sagen. Und Zeit. Wenn wir jetzt ne dreiviertel  Stunde spielen dann habe ich keinen Bock das eigene zu lassen. Ehe man sich dem Vergleich aussetzt, wovor ich keine Angst hätte. Ich finde es reizvoller wenn Du einen Refrain hast den die Leute beim drittenmal mitsingen können.

Aber man kann auch als Band sagen, das ist ein Song den müssen wir unbedingt mal covern, der ist so geil. Aber muss man natürlich nicht.

Bonbon Scott: Manchmal – was hatten wir mal probiert?

Max: Was die Clerks gemacht haben.

Tetris?

Max: Nee, AC/DC 'Shook me all night long'.

Also Ihr sagt, dass covern ist nicht so Euer Ding, wollt Ihr nicht, macht Ihr nicht?!

Bonbon Scott: Ich bin der Meinung, nicht einfach nur um zeitfüllungswegen zu covern.

Aber das ist ein schlechtes Argument, nur um die Zeit zu füllen. Ich meine wenn Ihr das Potential habt und „nur“ eigene Stück schreibt, ist das doch OK.

Wie viel Prozent fliegt denn raus?

Max: Man hat weniger Angst Sachen rauszuschmeißen.

Wie muss ich mir das vorstellen? Jeder dritte Song? Wie schnell füllt sich so eine Schublade mit Songs die es nicht geschafft haben?

Bonbon Scott: Man merkt ja nach mehreren Liveauftritten, beim präsentieren des Stückes ob so ein Song funktioniert oder nicht. Ob er beim Publikum ankommt. Und dann der kompositorische Werdegang, wo man irgendwann sagt: OK, diese Stücke sind jetzt einfach überholt.

Max: ich würd mal sagen 70% von dem was ich mache verlässt die Hütte gar nicht.

Soviel??

Max: Also nicht fertige Songs unbedingt, also ganz viele Sachen: brauchste gar nicht erst versuchen. Es hält sich schon in Grenzen. In der Zeit, nach dem die erste CD rausgekommen war, haben wir ziemlich krampfhaft versucht, möglichst schnell neue Sachen zu machen. Einige hatten wir, die wir versucht haben für die erste Scheibe aufzunehmen Ein paar sind drauf, die wir aus dem Programm geschmissen haben. Über 2, 3 streiten wir uns noch. Es ist ganz gut wenn man dann einen Indikator hat. Ich kanns ja selber am schlechtesten sagen.

Hat es den umgekehrten Fall auch schon gegeben? Das Du eigentlich nicht ganz überzeugt warst aber die Band spielt das und Du im nachhinein sagst, das kann doch was?! Oder haben es die Lieder bis dahin nicht geschafft?

Max: Doch, mittlerweile schon. Je länger man zusammen ist, kann es sein, dass die Leute sagen,  wir spielen Reggaesongs als Halbbeat Ska, was dann hin haut. Das sind dann Sachen wo ich selber nicht drauf gekommen wäre.

Also man ergänzt sich schon? Ich denke das ist als Band auch als sehr wichtig. Du bringst was ein und das wird dann weiterentwickelt.

Max: Das kommt dann mit der Zeit. Das Gute daran ist, dass wir jetzt stabil sind. Außer mit und dem Keyboarder ist keiner in der Band, der jemals vorher in einer Ska-Band gespielt hat. Die kommen aus der Jazz, Funk, oder Rock´n´Roll-Ecke, die eigentlich gesagt haben sie würden niemals auf die Idee kommen Ska zu spielen. Eher auf der Schiene: wir machen Songs und nicht unbedingt Szene-Ska. Einfach so wie das Ding gewachsen ist, und das meine ich jetzt nicht bezogen auf meinen Einfluss sondern insgesamt, dass die Leute gesagt haben: Ska hätte ich normalerweise nicht gemacht aber über den Umweg - irgendwann biste dann beim Offbeat. Die Melodien, Texte, Refrains die kommen eigentlich wo anders her.

Warum singst Du auf englisch und nicht auf deutsch? Hat das einen Grund? Oder hat sich die Frage nie für Dich gestellt?

Max: Das war zu der Zeit wo wir gedacht haben, dass wir weitere Kreise ziehen. Abgesehen davon, was ich halt geil daran finde, dass du z. B. über MySpace Leute z. B. aus Südamerika erreichst. Es ist selten, kommt aber vor, dass uns Leute schreiben die mit den Liedern bzw. englischen Texten was anfangen können, das geht mit deutschen nicht. Warum auch immer aber ich fühle mich wohler damit. Ich würde schon gerne mal in ferner Zukunft im Ausland spielen.

Wann soll die neue Platte rauskommen?

Max: Spätsommer 2010.

Gibt es eine Zeit im Jahr wo man sagt, die ist super um ne neue Platte rauszubringen? z. B. nach den Sommerferien, wenn die Leute aus dem Urlaub zurückkommen?

Max: Winter ist nicht so gut, weil da die ganzen Berühmten kommen und Platten raushämmern fürs Weihnachtsgeschäft. Als Newcomer ist es am cleversten im Frühjahr. In unserem Bereich ist es aber auch egal. Selbst wenn dann da die Mighty Mighty Bosstones kommen, glaub ich. .. oder sagen wir es mal so: ich weigere mich ganz einfach mir Gedanken um solche Marktwirtschaftlichen Dinge zu machen. Mir persönlich ist es auch egal. Wir werden das davon abhängig machen wie das Booking läuft. Gucken das wir das zu einer Zeit rausbringen wo wir möglicherweise mehr Gigs haben und jemanden für die Promo, weil ich diesmal nicht die ganzen Promosachen selber machen möchte, das ist einfach zu viel Arbeit.

Wie akribisch ist man bei den Aufahmen, guckt man das jeder Ton passt oder ist man nach 3 Wochen weniger kritisch?

Bonbon Scott: Ich hatte z. B. vorhin einen Break, da habe ich zu Ronnie gesagt: 'Schieb mal die Snare ein bisschen nach links, das sie richtig kommt', denn immer wenn ich es hören würde, würde es mich nerven. Deswegen versucht man, das im Vorfeld abzuwenden. Man möchte ja auch selber zufrieden sein mit dem Produkt, das man abliefert. Das ist für mich gar nicht so wichtig, dass es dem Zuhörer gefällt, sondern auch ich soll damit zufrieden sein. Durch eine gewisse Laufbahn an Schlagzeug-Studioaufnahmen weiß man, das man sich sonst im nachhinein ärgert.

Wer hat dann das letzte Wort? Wer sagt dann: so wird’s gemacht!

Bonbon Scott: Max sagt immer, dass er sich raus hält. Aber für mich hat er immer noch das letzte Wort weil er der Komponist ist. Er hat ja auch eine gewisse Version von dem Stück die ich nicht nachvollziehen kann weil ich nicht in seinem Kopf sitze.

Aber auch wenn Du jetzt sagst, das ist nicht so wie ich es mir vorgestellt habe sagst Du trotzdem Max steht ganz oben?

Bonbon Scott: Wenn ich jetzt sagen würde: OK, eigentlich hört sich das komisch an und er sagt: nee, das finde ich geil, dann ist das gekauft.

Blow Joe: Ich würde sagen, jeder hat so einen gewissen Spielraum wie er sich interpretieren kann aber wenn das total aus dem Rahmen fällt, so überhaupt nicht in die Stimmung passt, die Max sich in dem Stück denkt, sagt Max halt: nee, das war jetzt schon eher etwas dreckig gedacht und nicht so ein Bacardi-Feeling.

Max: Statistisch gesehen trifft häufiger der Fall ein, dass ich mir das etwas sauberer vorgestellt habe.

Bonbon Scott: Wir kriegen von Max Midispuren mit 08/15-Instrumenten das der Song erstmal gezeigt wird und auch schon strukturiert ist. Ich weiß aber, dass Max kein Bock hat auf Fill- oder Breakprogrammierung aber wenn er so Beats anbietet, weiß ich was er sich vorstellt und dadurch, dass wir uns schon eine Zeit kennen und auf einander eingespielt sind, kriegt man ziemlich schnell raus, was eigentlich gemeint ist.

Ich stell mir das schwer vor, gerade bei einer Ska-Band. Die besteht ja meistens nicht nur aus 2 Musikern sondern oftmals 6, 7 oder auch 8 Leuten und dann jemanden zu haben der sagt, der Punkt ist gekommen. Dass es einfach jemanden geben muss der sagt: 'Das ist Lied ist super! Jetzt ist Schluss!'

Bonbon Scott
: Man darf jetzt nicht denken, dass Max nur der Leiter ist, der sagt so und so wird es gemacht. Wir sind schon eine Gemeinschaft, im Endeffekt denken wir schon alle das gleiche bei diesen Detailarbeiten.

Also Ihr habt viel geschafft?!

Max: Ja, das Wochenende hat viel gebracht. 

Schafft man das denn alles an einem Wochenende?

Max: Nein, wir haben jetzt ca. 1 Drittel fertig. Da sind noch keine Leadgitarren, keine Soli aber wir wollen jetzt erstmal den ersten Abschnitt fertig machen, verschicken und gucken wie so die Resonanz ist und da wir schon den nächsten Termin haben, können wir mit Fug und Recht behaupten, die nächsten Songs kommen in 6 Wochen, die letzten Songs dann noch in weiteren 6 Wochen und dann werden wir mal nach Berlin fahren mit dem Laptop um die Posaunen aufnehmen.

Ihr nehmt hier auf aber abgemischt wird es dann woanders?

Max: Das wird auch hier passieren. Das macht dann auch der Ronnie. Man sieht es nicht gleich aber hier ist ganz schön was los. Der macht schon echt viel. Er ist einer von 3, die ganz grob was mit dieser Art von Musik machen, die wirklich ausgelastet sind. Es kommen halt alle her weil er nett ist und auch durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist.

Da muss man aber auch das Gemüt für haben. Man hört über Stunden immer wieder das gleiche Stück und muss immer noch raushören, ob diese Passage gut oder weniger ist.

Max: Wir sind aber auch fix, das muss man schon sagen. Du kannst dich aber auch nicht mit der Gitarre 3 Tage aufhalten.

Dann explodieren auch die Kosten, oder nicht?!

Max: Ja. Weniger ist mehr.

Wie läuft das allgemein mit den Kosten für so eine CD? Strecken da alle was vor?

Max: Noch bezahle ich und irgendwann in der Endphase schmeißen wir zusammen. Ist dann die Frage, ob wir ein Label finden, das die Auflage bezahlt. Aber bevor das Ding nicht komplett fertig gemastert ist, kommt man gar nicht in die Situation seriös verdienen zu können.

Von wie vielen CDs besprechen wir? Wie war das bei Eurer ersten?

Max: Sagen wir es mal so, die hat sich sehr gut verkauft und wir haben nicht mal ansatzweise die Produktionskosten reingeholt. Mit dem CD-Verkauf Geld zu verdienen ist völlig utopisch. Für uns. Für andere vielleicht nicht. Wir machen das, um Gigs zu bekommen; damit das mit dem Booking besser läuft. Es war nie ein Thema – auch bei der ersten nicht – dass sich das so verkauft, dass man damit Geld verdienen kann.

Aber das zumindest die Produktionskosten wieder rein kommen.

Max
: Irgendwann mal, in 5 Jahren.

Und wie ist das bei Konzerten? Die Kosten die Ihr habt, decken die sich durch das war Ihr bekommt? Oder mehr nach dem Motto: Ihr habt Gigs und werdet bekannt?

Max: Aus Lust am spielen haben wir früher drauf gezahlt. Mittlerweile ist es so, dass wenn es nicht so geil ist, dass man es machen muss und gar nichts dabei rausspringt, machen wir es nicht. Also wenn nicht gesichert ist, dass wir wenigstens die Fahrtkosten drin haben, fahren wir nicht hin. Ich bin total gerne unterwegs aber in dem Moment wo ich angefangen habe, nicht mehr alles anzunehmen, sondern zu sagen: 'Wir brauchen das und das an Benzingeld!', haben wir viele Gigs nicht mehr bekommen.

Aber das ist doch das mindeste, dass man das Geld für den Sprit bekommt, oder?!

Blowjoe: Das ist gerade das Problem der Bands wenn man nicht nur in Hamburg spielen will, sondern auch ein bisschen außerhalb. Dann ist es für den Veranstalter lukrativer, wenn er eine Band aus der lokalen Szene nimmt, auch wenn die musikalisch nicht ganz so geil sind, weil sie da viele „Fans“ haben die sie automatisch ziehen.

Max: In Locations, wo wir spielen, JuZe oder Kneipen gibt’s halt viele Leute die 5, 6 oder 7€ gar nicht mehr bezahlen. Wenn Du da ankommst und musst nen Zehner nehmen weil Du 500 km gefahren bist, musst Du damit rechnen, dass die Leute auf den Hacken kehrt machen. Die wollen ihre 3 Euro Eintritt zahlen, 1,5 Euro für ein Bier ausgeben und den ganzen Abend feiern. Das ist ja auch OK, das ist ja auch schon ein Grund das überhaupt zu machen. Eine Location kann nur das verteilen was die an der Tür reinkriegen. Die haben natürlich auch Angst zu sagen Ihr kriegt auf jeden Fall 300 Euro da ist dann ein JuZe mit ihrer Förderung ganz schnell in den Knien. Die müssen dann überlegen, machen wir im Monat drei Konzerte mit lokalen Bands oder machen wir eins und risikieren dann, dass The Crooners spielen und es kommen nicht genug Leute. Dann kommt nichts für die rum oder die zahlen drauf. Ich muss sagen, dass es ab unter 5€ nicht gerechtfertigt ist da rumzumotzen.

Blowjoe: Die Sache ist aber auch so, dass bei der Jugend, wo ich mich auch zuzähle, glüht man schon mal vor weil die Getränke etwas teurer sind.

Aber da durch finanzieren sich die Locations auch.

Blowjoe: Aber als Jugendlicher sieht man das nicht so. Ich würde doch auch sagen, ich bezahle jetzt ein bisschen weniger und ich würde mir weniger Gedanken über die Kulturförderung machen. Ich komme aus Arensburg, etwas nördlich von Hamburg, da finden im JuZe Konzerte mit 3 Bands für 3€ statt, Discount-Konzerte sozusagen. Da kriegt man gerade mal so sein Spritgeld, aber auch nur wenn man aus der Gegend kommt. Das Budget, das sie Bands aus anderen Städten aus Deutschland holen, ist einfach nicht da obwohl die z. B. durch die Förderung für Konzerte von der Stadt Arensburg noch was dazu bekommen. In dem JuZe finden auch Parties statt für die gibt es aber keine Förderung, bei Konzerten sieht das schon wieder aus aber viel kommt da auch nicht bei rum.

Wie geht es heute weiter, wie lange müßt ihr noch machen?

Max:
Ich schätze mal so eine Stunde und ich würde vorschlagen, dann könnte man ein Bier trinken gehen.

Ein dickes Danke-Schön geht an die sehr sympathischen Crooners die sich wirklich sehr viel Zeit für uns genommen haben!

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