Interview mit The Meow Meows von Tille im Februar 2008

  

Nachdem ich die Engländer letztens bei ihrer ersten Tour in Deutschland live gesehen hab und es mir sehr gefallen hat, hab ich mich mal für ein kleines Interview hinreißen lassen. Beim Konzert floss leider zu viel Bier, also hab ich das Interview per Mail nach geholt. Die Fragen hat mir der Bassist Jan beantwortet.

Wie lange spielt ihr jetzt schon als the Meow Meows zusammen? Und wie seid ihr auf den Namen gekommen? Gibt es da eine Geschichte dazu?

The Meow Meows gibt es seit drei Jahren. Wir nennen uns so, weil unserer Trompeter einen Song über Charlie Mingus, den Jazz Musiker, geschrieben hatte und wir wussten alle nicht, dass es in dem Song um Jazz geht, sondern dachten er singt von eine Katze... und da haben unsere Mädels angefangen zu Miauen...

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Ihr habt gerade eure erste Tour auf dem Festland beendet. Wie kam es, dass ihr in Deutschland gespielt habt?

Ich war mit Hannes von den Skaphonics über myspace in Kontakt und fragte ihn, ob sie nicht Lust hätten mit uns ein paar Gigs in England zu spielen, weil uns ihre Musik so gefällt. Da hat der Hannes uns dann eine kleine Tour in Deutschland arrangiert und hoffentlich werden sie dann im Herbst mit uns zusammen in England spielen.

Ich habe euren ersten Auftritt in Deutschland in Braunschweig gesehen, es war ja leider nicht sehr gut besucht. Konntet ihr zu den nächsten Konzerten mehr Leute anlocken?

Die Besucherzahlen waren sehr durchwachsen, in Jena war es beschissen und in Kassel gut besucht und Freiberg waren auch über 100 Leute da. Aber auch, wenn es an manchen Orten nicht so voll war, hatten dennoch alle immer ihren Spaß.

Hast du irgendwelche Unterschiede zwischen den Zuschauern in England und Deutschland festgestellt?

Ja, in Deutschland sind im Publikum viel mehr Skins, Punks und Rockabillys usw., wohingegen in England zur Zeit hauptsächlich Studenten zu den Konzerten kommen.

In den nächsten Monaten habt ihr ja einige Shows in England, hauptsächlich in eurer Heimat Brighton. Wollt ihr demnächst wieder mal eine Tour in Europa oder woanders außerhalb von UK starten?

Wir spielen sehr viel in Brighton. Das zahlt sich für unsere Aufnahmen aus, weil wir dort immer vor einer großen Meute spielen können. Wir werden im November für fünf weitere Gigs nach Deutschland kommen, da es uns sehr gefallen hat bei euch.

Euer Mix aus Ska, Soul und Garage Rock'n'Roll kommt extrem tanzbar und gut gelaunt daher. Aber es ist sehr schade, dass ihr nur so wenige Songs auf Lager habt. Wann kommt ein neues Album raus?

Der Mangel an Songs kam dadurch zu Stande, dass unser Drummer ins Krankenhaus musste kurz bevor die Tour losging. Einen Tag bevor die Tour losging konnten wir zum Glück noch einen Aushilfsdrummer klar machen, der dann mit auf Tour kam und so viele Songs, wie möglich in der kurzen Zeit lernte.

Außerdem ist es in UK normal, dass ein Set nur 45min dauert und dann spielen 3 Bands.

Ihr habt ja schon mit so einigen sehr erfolgreichen Skabands, wie z.B. den Aggrolites, the Slackers oder Bad Manners zusammen gespielt. Wer hat euch musikalisch am meisten beeinflusst?

Ich als Bassist liebe Ska, Garage und Soul, wie die meisten in  der Band. Rob unser Posaunist ist sehr vom Jazz beeinflusst. Unser Keyboarder wiederum steht mehr auf Elektroschrott und die Sängerinnen mehr auf 60s. Also wir sind da sehr gemischt in unseren Einflüssen, wir sind auch vom Alter her sehr breit gefächert, zwischen 19 und 37, also mögen wir auch alle unterschiedliche Musik.

Gibt es noch ein peinliches oder besonders einzigartiges Erlebnis, dass ihr bei euren Auftritten erlebt habt, von dem ihr erzählen wollt?

In Freiberg bin ich aufgewacht, als mir der Gitarrist aus irgend einem Grund ins Gesicht gepisst hat. Die meisten unserer Geschichten sind sehr ekelhaft und ich will die Leser damit nicht belasten ...

Danke für das Interview.

Tschüss und bis dann!

      

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