'ReDoXx' berichtet:
NYSJE-Konzert vom 18.12 in Regensburg im Hinterhaus

Vorgeschichte: Gefreut habe ich mich schon im November, als ich erfahren habe, dass das NYSJE (New York Ska Jazz Ensemble) ins Hinterhaus kommt – habe ich doch in besagtem Ort vor ca. 1 Jahr mit meinen Freunden beschlossen, auf ein Konzert von ihnen zu gehen, sollten sie in unsere Nähe kommen.

Losgegangen ist alles um halb acht Uhr, als ich mich mit meinem Freund in den Bus begab und wir in die Stadt fuhren. Auf dem Hinweg wurden wir von einem extrem besoffenen Agnostic Front Hörer um eine Cigarette angeschnorrt, da wir aber beide keine hatten, gab er uns ein Bier aus ('lecker' Dosenbier ) und laberte uns damit voll, dass er leider kein Geld mehr für eine Zigarette wünscht und bla bla bla...

Als wir in der Stadt angekommen waren, gingen wir (nach einem kurzen Abstecher beim Mc Donalds) zum Hinterhaus und erfuhren, dass der Einlass von halb Acht auf halb Neun Uhr verschoben worden war, da die NYSJEler erst um Sieben Uhr und nicht um Vier Uhr, wie ursprünglich vereinbart angekommen sind. Als 'Entschädigung' bekamen wir das 'Warmspielelen' des Saxophonisten mit, dass mich sofort an einen typischen Saxophonspieler in den Bronx erinnerte, wie man sie desöfteren im Fernsehen sieht ('Zahnfleischbluter Murphy von den Simpsons').


Hauptact:
Nach dem wir das Eintrittsgeldbezahlt hatten, gingen wir in eine Ecke und legten dort unsere Sachen ab. Dann schauten wir uns im Laden etwas um, und bekamen dank der nicht vorhandenen Tür zum Backstageraum auch noch etwas von der Band zu sehen.

Kurz vor halb 10, als das Konzert ungefähr begonnen hatte, roch es (so behaupten es meine Freunde) doch sehr stark nach Gras – aufgebraucht von der Band. Als dann der Saxophonist, der uns mit 'Hi, we're the New York Ska-Jazz Ensemble - Proust' begrüsste, ging es mit einem eher ruhigeren Stück los, und ich stellte mich 'mental' darauf ein, mich einfach von der Genialität der 6er Kombo (Schlagzeug, Keys, Gitarre, Kontrabass, Posaune, Tenor-Sax/Querflöte) überzeugen zu lassen.

Auch das 2. war ein eher ruhigeres, jedoch ging es dann schon mit flotteren Ska-Rhytmen los, und man konnte recht gut dazu abtanzen. Dazwischen vernichtete die Band mit 'Proust'-Rufen mehrere Bier und das ein oder andere Stamperl Schnaps. Nach der 'regulären' Spielzeit liess sich die Band nochmals auf die Bühne bitten, und es kam auch mein Lieblingslied von ihnen – Filthy Mcnasty.

Danach verschwanden sie wieder im Backstage und das rammelvolle Hinterhaus 'entleerte' sich ein klein wenig. Kurz danach, kamen sie nochmals raus, und spielten noch eine Reggaenummer, die es nicht unbedingt gebraucht hätte – jeder der puren Reggae mag, hätte sie wohl richtig gut gefunden, mir jedoch hat sie nicht wirklich gut gefallen... Das Konzert wurde somit um ca. 10 nach 23 Uhr beendet. Danach ersteigerte ich mir noch ein Poster und ich fuhr mit meinen Freunden zufrieden nach Hause.

Fazit: Ein vom spielerischen her wahnsinnig tolles Konzert, jeder der gute Saxophon / Posaunensolos oder Gitarrensolos, bei denen der Gitarrist derweil die Töne mitsingt sehen möchte, sollte sich das NYSJE nicht engehen lassen! Einziges Manko war wohl das, dass die Gitarre etwas leise war... Da sie nicht zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen, ist zwar das Eintrittsgeld von 12 Euro etwas teuer gewesen aber im Allgemeinen total wert gewesen! Es war wirklich ein sehr gelungener und schöner Abend!

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