'ReDoXx' berichtet:
The Busters - München - Backstage / Halle am 10.2.2007

Ja, sollte ich gefragt werden, was das bisher schönste Konzert für mich war, muss ich ganz ehrlich sagen: Das Abschlusskonzert für die Ska, Sweat & Tears Tour der Busters. Auch wenn mir jemand sehr gefehlt hat, wurde der Abend dadurch wieder Wett gemacht.

Angefangen hat das Ganze, als ich mich mit meinem Freund beim Regensburger Bahnhof traf, um per Zug nach München zu fahren. Das Ticket wurde 'schwarz' gekauft, leider auch für 27 €. Naja, nachdem wir dann in München waren, sind wir erstmal zu unserer Übernachtungsmöglichkeit gegangen und haben dort unsere Sachen abgegeben, woraufhin wir dann ohne Jacke (war das eine scheiss Idee!) zum Backstage gefahren sind. Da wir davon ausgingen, dass es im Werk stattfand, gingen wir dort hin - um 19 Uhr war eigentlich Einlass. Naja, dem war leider nicht so, überhaupt war vorm Werk gar nichts los, woraufhin wir erstmal zur Tanke gegangen sind, um uns dort mit Bier zuzupacken - ein weiterer Fehler, denn außer teuer und eklig war nichts gutes am 'Neptun Pilsener' und Pilsener, das gehört ja wohl verboten.

Gut, um ca. Viertel nach 8 (um halb Neun sollte es eigentlich anfangen) fiel uns auf, dass man schon sehr Offbeatlastige Musik aus der Backstage Halle hören konnte – das musste dann Russkaja sein! Das letzte der 3 Biere wurde noch schnell geleert (denn 59 Cent pro Dose Bier ist auch ein stolzer Preis) und wir begaben uns in die Halle und dort aus nach ganz vorne. Wir bekamen noch mit, was eigentlich schon jeder wusste: 'Hallo, wir sind Gruppe Russkaja, und wir machen russischen Ska' (oder so ähnlich ).

Nunja, Russkaja haben bei den ersten beiden Liedern mächtig Dampf gemacht und eine Violine bei ner Skaband dabei zu haben ist eine super Idee! Nach dem 2. Lied, dass wir mitbekommen hatten, gingen wir dann endgültig auf die 'Tanzfläche' um uns ein wenig warm zu tanzen - im Endeffekt konnte man nur ein bisschen mit dem Kopf nicken, mehr leider aber auch nicht, dazu haben sie mir irgendwie zu 'langweiligen' Ska geliefert, was aber auch daran liegen kann, dass ich sie noch nicht richtig konnte.

Dies ging dann so weiter und neben einer 'Busfahrt' wurden letztendlich noch die Bandmitglieder vorgestellt und englische, deutsche sowie russische Lieder gespielt. Achso, es wurde auch noch erklärt, was 'Gruppe Russkaja bedeutet': Rus - für Heimatland Russland; Ska ist selbstverständlich, ich ihnen nicht erklären brauchen; und Ja, dass ist ein Schrei aus der Urzeit, der befreien soll, sie von allen Problemen befreien soll So einfach ist das also. Extra nach München würde ich aber wegen ihnen nicht mehr fahren.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann los, man inhalierte die ersten 'Dübel' und ich wurde dumm angeschaut, weil ich ein verkehrtes T-Shirt anhatte. Was soll ich groß sagen? Die Busters sind live eine Macht, hier haben sie wirklich alles gegeben, eine solche geile Bühnenperformance durfte ich nur beim letztjährigen Busterskonzert beobachten und der Spielspaß war auch merklich spürbar. Für die ersten 2 Stunden wurde kaum was geredet, meistens nur gespielt, welches für Band, wie auch Publikum sehr schweißtreibend war. Etwas ganz besonderes bei diesem Konzert war definitiv dann schon relativ am Ende das Lied Ruder Than Rude, bei der die Aktion 'Einer hat Spielfrei' zum tragen kam. Ron Marsmann, einer der beiden Sänger wurde vom Sänger von Bluekilla.

Klasse, wirklich klasse! Danach war auch die 'Stagediving-Saison' eröffnet. Der Sänger machte den Anfang, er blieb leider nicht der einzige. Dem ganzen wurde dann noch mit einem ganz besonderen Mickey Mouse in Moscow die Sahnehaube aufgesetzt. Als erstes kniete sich wirklich fast die ganze Halle nieder und ich hatte das Pech einen dicken fetten brutalstverschwitzten Schrank vor mir zu haben und zwei nette Personen hinter mir, die mich nach vorne schubsten. Mit einer plötzlichen Bewegung erhob sich die komplette Halle, das war schon eine sehr tolle Erfahrung! Das für mich absolute Highlight war definitiv das, als Peter 'Quitte' Quintern, der Altsaxophonist ein sehr schönes Soli spielte. Es sollte sein erstes sein, dass ich jemals von ihm gehört habe, hoffentlich bleibt es nicht das letzte!

Das einzige Lied, dass mir gefehlt hatte war neben 'I wish you were here' definitiv mein Lieblingsinstrumentallied der Busters: 'Take your Soul back home'. Dafür wurden aber alle Klassiker gespielt, der Punkrocksong schlecht hin - Radio Smash Hit wurde Akkustisch von Alex Lützke, dem Gitarristen vorgetragen (Mit Beihilfe der beiden Sänger Ron Marsmann und dem gebürtigen Münchner Richard Tabor). Eine Skaparty bis spät in den Abend hinein, die gut und gerne 2 1/2 Stunden gedauert hatte - wahnsinn und unvergesslich! Und wenn mein Freund und ich uns nicht verhört haben, produzierten die Busters eine Live-CD - ich bin mal sehr gespannt!

Beim nächsten Busterskonzert in der 'Nähe' bin ich auf jeden Fall wieder dabei! Sowas darf und kann man sich nicht entgehen lassen, zumal der Eintritt im Gegensatz zum letzten Jahr billiger war – knappe 15 €.

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