La Kinky Beat am 7. April 2007 im Ampere - München
Konzertbericht und Fotos von Norbert Boll

  

La Kinky Beat - angekündigt als innovativste Bands Barcelonas mit Mestizo mit Reggae und Ska Einfluss: das macht neugierig und für Reggae/Ska Fans ist das gleich doppelt interessant. Aufgrund der Band-Fotos, die auf den Internet-Seiten der Veranstalter hinterlegt waren, hatte ich 4 Musiker erwartet: Im Ampere traten dann aber 6 Musiker auf. Also noch mal genau nachgeschaut: La Kinky Beat sind zu sechst. Nur die vier schlankesten Musiker haben es wohl auf die Pressefotos geschafft (dem schaffen wir hier mal Abhilfe, unter www.home.fotocommunity.de/nojobo findet ihr Fotos aller Musiker).

  

Die Musik von La Kinky Beat wird als Mestizo mit Ska und Reggae Einfluss bezeichnet. Schaut man bei Wiki unter Mestizo nach, dann ist das Musik aus Spanien (v. a. Barcelona,) aber auch aus Lateinamerika und Frankreich, in der sich verschiedene Einflüsse vermischen (v. a. Ska, Rap, Reggae, Punk und südamerikanische Rhythmen wie z. B. Salsa, Rumba und Cumbia). So gesehen also doppelter Ska und Reggae Anteil .. ;-)

 

Die Musik von La Kinky Beat bedient sich sicherlich zahlreicher Stil-Elemente, sie ist vor allem aber schnell und druckvoll. Auch die Show hat Tempo, so macht ein Konzert Spaß. Die einzelnen Elemente aus Reggae und Ska sind aber so in der Musik verwoben, dass sie nicht mehr als dominante einzelne Teile die Songs tragen: man muss also den "La Kinky Beat Mix" mögen, als Hardcore Reggae Fan wird man sich auf einem La Kinky Beat Konzert nicht wirklich wohl fühlen, deutlicher ist da dann schon der Ska Einfluss.

Auch bei der Sprache wird gemixt: die Songtexte sind spanisch und englisch. Zwischendurch glaubte ich auch italienisch zu erkennen und Geplauder zwischen den Songs gab es auch auf deutsch. Gesungen haben fast alle Musiker, wobei die meisten Songs von der Sängerin Miry Matahary mit ihrer rauen, tiefen Stimme dominiert werden.

 

La Kinky Beat gibt es seit 2003, sie haben mittlerweile ihre dritte CD rausgebracht. Ich hatte mir vor dem Konzert die neue CD "one more time" gekauft, viele der Songs der CD wurden im Ampere gespielt, aber auch viele andere Songs. Im Zugabenblock gab es "so lonely" von Police, gesungen von Miry Matahary stand das in keiner Weise dem Original nach. Dann noch 'tschau bella tschau' (ja wirklich ..): der alte Schinken fing an diesem Abend mit einer Reggae Intro an, war in der Mitte eine schnelle Rock Nummer und gegen Ende so schneller Ska-Punk, dass wohl nur noch die unter 20 Jährigen im Rhythmus mithüpfen konnten.

Also super Musik, tolle Party, klasse Show. – Zwei Wehmutstropfen: wenig Publikum und mit 1 1/2 Stunden zu kurz (aber mir wären 2 1/2 Stunden auch zu kurz gewesen).

Link zur Kinky Beat-Website

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