Blue Babies - F.B.I. - Fast Beat Inc.

The Skanking Cats: »Wir schreiben den 1. Januar 2010, ich sitze hier bei einem Glas Prossecco mit nem Schuß Cassies und gute zwei Jahre nach ihrer ersten CD Namens 'Aguggamidda' liegt mir nun der Nachfolger, zwar mit einem weniger zungenbrecherischen Namen aber deswegen nicht weniger geheimnisvollen Titel 'F.B.I.' auf dem Tisch bzw. im CD-Player. Sollten unsere 5 Freunde aus Freiburg wohlmöglich mittlerweile für den amerikanischen Geheimdienst arbeiten? Mitglieder in der Freien Bürger Initiative geworden sein? Oder den Fachbereich für Bibliotheks- u. Informationswesen übernommen haben? Weder noch! Die drei Buchstaben stehen für 'Fast Beat Inc.' und ich muss sagen, ich war sehr gespannt, ob sie an die grandiose Debüt-CD anknüpfen können. Auch diesmal erwarten uns selbstverständlich wieder überwiegend Eigenkompositionen aber auch einige Coverversionen von mehr oder weniger bekannteren Liedern, wie z. B. 'Venus' von Shocking Blue, 'Tainted Love' von Soft Cell und 'Man With The Hex' von The Atomic Fireballs. Sie sind zwar nicht schlecht interpretiert aber irgendwie fehlt mir der letzte Kick und ich finde die Cover auf der Vorgänger-CD (z. B. 'Das Model') besser ausgewählt.


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Auf dem Silberling befinden sich 12 Lieder, wobei man das erste nicht als solches bezeichnen kann, sondern mehr als Intro und so heißt es auch. Danach geht es, wie man es von den Babies gewohnt ist, mit dem Titelstück 'F. B. I.' flott weiter.

'A La Ska'
ist da schon etwas ruhiger gehalten und meine Begeisterung hierfür hält sich auch etwas in Grenzen. Allerdings knallen einem bei 'Opposites Attract' gleich wieder die Offbeats um die Ohren.

Bei 'Spam' geht es um das Thema unerwünschte Werbeemails und wenn sie es wirklich schaffen sollten, das wir zukünftig weniger von diesen
Plagegeistern erhalten oder sogar ganz von ihnen verschont würden, wird ihnen ewiger Dank sicher sein. Denn, seien wir mal ehrlich, soviel Viagra braucht kein Mensch und wir haben sicherlich alle schon mittlerweile zich Millionen Euro gewonnen.

Bei 'How Can I Say' erleben wir einen Ausflug in die Countryecke (Colt Seavers läßt grüßen) und ist dadurch ebenfalls bei mir sehr gut aufgehoben.

Mittlerweile bin ich beim zweiten Glas und dem Überknaller des Albums angekommen: 'Bollywood Ska'. Und ja, liebe Leser, dieses Lied ist genauso geil wie der Titel (ich hätte da zwar noch einen klitzekleinen Verbesserungsvorschlag zu machen aber das hier zu beschreiben wäre etwas schwierig und ich werde das wohl in einem 12-Augen-Gespräch den Kings of Coffee beim nächsten Konzert vortragen). Mit einem breiten Grinsen sitze ich hier vor dem Rechner (und das liegt nicht am Alkohol). Es hat nicht nur musikalisch einen indischen Touch, es wird streckenweise auch noch mit dem typischen indischen Akzent in englisch gesungen. Es ist erfrischend, es ist kreativ, es ist lustig. Und mit Sicherheit der Tanzgarant bei zukünftigen Blue Babies-Konzerten, welche ich Euch nur empfehlen kann. Egal ob vor ihnen nur 15 Leute stehen oder sie ein ausverkauftes Haus erwartet: sie geben alles! Damit Ihr auch lauthals mitsingen könnt, sind alle Texte im Booklet abgedruckt, selbst solche Passagen wie 'Ahhha Ahaaa'. Das schafft Ihr, oder?!

Zum Abschluss erwartet uns mit 'Chanson' ein eher untypisch ruhiges Stück, welches aber nach den ganzen Up-Tempo Liedern gut tut und auf alle Fälle zu gefallen weiß.

Das neue Jahr könnte gar nicht besser beginnen als mit den sympathischen Jungs von den Blue Babies und ihrer neuen CD 'F.B.I.' Das ist der Ska wie ich ihn liebe und ich kann Euch nur raten: CD kaufen - hören - auf zum nächsten Konzert!«

Tracks:
1. Intro
2. F.B.I.
3. A La Ska
4. Opposites Attract
5. Venus
6. Come With Me
7. How Can I Say
8. Spam
9. Bollywood Ska
10. Tainted Love
11. Man With The Hex
12. Chanson
CD: Jazzhaus Records, 2010

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