The Cabrians: Black Momerota
Florian Heilmeyer: »Jeder Mixkassettentrottel weiß, dass die ersten drei Lieder entscheidend sind und dennoch beginnt diese Platte mit dem schlechtesten aller Lieder: 'Mango Tango' ist ein Lied, das genauso langweilig ist wie sein Titel. Eine verschnarcht näselnde Schlaftablettenstimme schleppt sich in schlimmster 'Allstonians'-Manier über einen vergammelten Rhythmus. Die Auswahl dieses Liedes als Opener gewinnt an Tragik, wenn man bedenkt, dass der Rest der Platte hervorragend ist und locker mal eben in meine persönliche Top Ten aller Skaplatten gesprungen ist. Und das liegt nicht daran, dass man nach dem ersten Stück froh sein muss, dass es wenigstens ein bisschen besser wird – nein, diese äußerst smarten zehn jungen Spanier machen einen granatenstarken Altska, den sie schon mit Dennis Alcapone auf 7“ gebrannt haben.

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Schon die Auswahl der Liedthemen zeigt, dass sich diese Band mit den jamaikanischen Vorvätern auseinander gesetzt hat: Lieder über Sex, übers Tanzen und Verbrechen ('I like your pussycat too', 'Hot hot, Boogie Boogie, hot hot, come and touch me', 'I just want to kill ten policemen') – dazu noch Varianten von Judge Dreads 'Big Seven' und Prince Busters 'Dance Cleopatra'. Diese Band kann sich ohne Probleme mit den Altmeistern vergleichen und nennt ihren Ska dann sympathischerweise auch 'Mafioso Porno Ska'. Ab Lied Nummer zwo beginnt also eine andere Platte und die ist ein Pflichtkauf für jeden, der den alten Ska mag.«

CD: Redstar27, 2006

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