The Clerks - Vagabund

Florian Heilmeyer: »Oh nein: Auch die Clerks haben schon zehn Jahre auf dem Band-Buckel, kann das denn sein? Eben waren sie noch die Neuen, die von den älteren Bands Bierholen geschickt wurden, und nun sind sie es plötzlich, die von Jüngeren um Rat gefragt werden; wie war das denn damals mit dem Ska im Jahr 2000, als ihr angefangen habt?

Oh ja: Pünktlich zum Zehnjährigen gibt es das neue Album der Kölner und da kann man nur sagen: Chapeau, klingt super. Die Experimente mit Ragga haben sie jetzt weggelassen, dafür sind überall Klezmer-Einflüsse drin, was viel besser funktioniert mit dem schnellen Party-Ska der Clerks. Klingt wie die guten Lieder von Yellow Cap, die deutschen Texte sind zum Glück auf gutem El-Bosso-Niveau und beweisen immer wieder, dass die Jungs nicht nur guten Ska zu spielen verstehen, sondern auch das Herz am rechten Fleck tragen, nämlich links.


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Beim flott-fröhlichen 'Kaputt' heißt es : 'Mach mal wieder was kaputt, schlag deine Markenwelt zu Schutt, Du wirst sehen wie gut das tut.' Sehr schön ist auch der Gastauftritt von Dr Ring-Ding und das wunderbar düstere 'Ska Noir', das man sich probehalber auf ihrer Homepage anhören kann – dann aber nicht vergessen, das Album zu kaufen, das am Ende erst mit einem netten Dub von Ras Meyer (wer erinnert sich: Mother's Pride!) und dann mit dem fiesen, russischen Korobeiniki-Ohrwurm ausläuft (Tetris). Also gleich noch mal von vorne spielen, die Platte... «

Tracks:
1. Train de Nuit
2. Wünscht ich läg falsch feat. Dr Ring Ding
3. Ska Noir
4. No Kidding
5. Nein Nein wir woll'n nicht unsere Welt feat. Klaus der Geiger
6. Stille
7. Masel tov
8. Perfekt sein
9. Mach mal wieder was kaputt 
10. Julia's Ska
11. Es lebe der Pop
12. Urlaub auf dem Balkon
13. Yeah Yeah Yeah Yeah
14. Vagabund
15. Wünscht ich läg falsch (Dub version by André Ras Meyer)
CD: Soulfire, 2010

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