Mark Foggo - MAD

The Skanking Cats: »Mit MAD beglückt uns der inzwischen 60jährige verrückte englische Wahlholländer, den es wohl mittlerweile nach Belgien verschlagen hat, mit seinem 13ten Album (ich hoffe, ich habe richtig mitgezählt).

Persönlich habe ich seit Jahren kein Album mehr von ihm gehört und als ich ihn das letzte Mal live gesehen habe (2008) war ich so sternhagelvoll, dass ich mich nur noch daran erinnern kann, das er im Unterhemd und Shorts wie ein Derwisch auf der Bühne hin und her rannte – natürlich nicht ohne seine üblichen Grimassen zu schneiden. Eigentlich komisch, dabei war er es der mich auf den rechten (dies ist selbstverständlich nicht politisch zu verstehen) Pfad des Offbeats (zurück)gebracht hat. Aber irgendwann hatte ich einfach genug von ihm und entdeckte, dass es durchaus mehr bzw. andere hörenswerte Ska-Bands gibt. Aber nun gut, das ist eine andere Geschichte, wenden wir uns wieder dem mir vorliegenden Silberling zu.


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Mark Foggo
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Zu hören gibt es 12 Songs aus der Feder des Maestros selber, also nix is mit Covern, höchstens vielleicht 'Sugarlover', was aber nicht zählt, weil er sich da selber covert (zumindest die Melodie kommt mir bekannt vor, mir fällt nur ums Verrecken nicht ein wie das Original heißt). Vielfältig isser geworden, der Mark, neben den üblichen 3rd-Wave-Songs erleben wir mit 'EU' einen waschechten Oi!-Song, 'Rotten To The Core' und 'Rollin'n'Ridin' präsentiert er uns mit Rockabilly-Einschlag. Produziert wurde das Album übrigens von niemand geringeren als Johan Steevens, ohne den anscheinend in Sachen Ska in Holland nichts läuft. Selber bei den Instrumenten hat er mit Hand angelegt hat.

Wenn ich ehrlich bin, klingt mir die CD irgendwie zu technisch. Sie ist mir einfach zu rund – und damit meine ich nicht das Format. Es klingt so, als wenn die Instrumente nicht eingespielt wurden, sondern eher am Computer entstanden sind – ganz besonders bei den Ska-Stücken. Ansonsten handelt es sich bei MAD um ein typisches Foggo-Album und eingefleischte Fans werden und sollten sich aber eh nicht von meinem Geschreibe abschrecken lassen und hier zuschlagen. Und das ist auch gut so.«

Tracks:
1. The day I met Muhammad Ali
2. Caravans
3. Bang me head
4. Rotten to the core
5. Cybergirl
6. Jump that gate
7. Sugarlover
8. Watch the clock
9. Punch
10. Rollin'n ridin
11. Eu
12. What it feels like
CD: V2 Records, 2010

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