Hog Hoggidy Hog - Method To The Madness

Beral: »Südafrika? Da denke ich zuerst mal an Apartheid, Nelson Mandela oder die FIFA WM 2010, aber wenn es um alternative Musik geht, fällt mir höchstens noch die Punk-Band HALF PRICE ein. Schade, da die Band HOG HOGGIDY HOG aus Capetown dort nun schon seit 15 Jahren ohne mein Wissen ihr Unwesen treibt.

Ihr SchweineCore, der dem letzten Album den Namen OINK! gab musste 5 Jahre auf sich warten lassen und jetzt endlich können Hobbyschweinehirten und Porkpie-Skapunker sich über die neueste Veröffentlichung METHOD TO THE MADNESS freuen.

Ab dem ersten Lied wälzt sich eine breite Punkrock-Welle durch den Tonträger, die durch schöne Melodien der beiden Bläser unterstützt wird, aber auch Off-Beat Angriffe verführen sehr schnell zum Tanzen; wie z.B. in 'Carry on' oder 'Can of worms'. Ebendieses Lied bietet einen schönen Chorus, der zum Mitsingen einlädt und könnte auf Konzerten zum Hit werden.


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Nicht nur hier kann ich positiv herausheben, dass Sänger Amos nicht nur eine Stimme hat, die ausnahmslos sowohl auf Punk- wie Offbeat-Parts passt, sondern dass er auch auch frei von Nuschelei singt und damit auch für den nicht-englischsprachigen Hörer einwandfrei verständlich ist.

Textlich ist das Album teilweise spaßig partyorientiert wie in dem Lied 'Jimmy Potz', es gibt aber auch welt-, gesellschaftskritische Lieder. Eines davon ist „Sherry Ann“ und besonders in „Opium for the masses“ wird der Ansporn zum Aufstehen und selber Denken gegeben (It's time to stand and fight, choose how we wanna live our life) – natürlich dennoch tanzbar; „Quite contrary“ dagegen ist ein nahezu philosophischer Gedankengang.

Verfolgt man den roten Faden, der sich durch den Tonträger schlängelt, findet man eine große und abwechslungsreiche Spanne aus Ska-Punk Attacken und reggaelastigen Einwürfen, die einem das Tanzbein von alleine bewegen; dazu eine hervorragende Mischung aus politisch engagierten, nachdenklichen und unterhaltsamen Texten – allesamt ohne peinlich zu wirken. Ich kann mir bildlich einen kleinen, verschwitzten Club voll schöner Menschen vorstellen, die zusammen zu diesen Rhythmen tanzen.
Meine persönlichen Höhepunkte sind „Can of worms“, „Opium for the masses“, das ruhige „Empty spaces“ und die Hommage an Gastgeberkontinent Europa „Tourope“.

Wer auf schnellen Ska und Skapunk steht, kann beim Kauf dieser Scheibe keinen Fehler machen. Vergleichbare Bands zu finden, fällt mir nicht allzu leicht. Die Bläser erinnern teilweise an NO RESPECT und der Rest hat etwas Ähnlichkeit mit NO SPORTS oder SKAOS.
Ein schönes Stück Skapunk, das sich zu unterstützen lohnt; ich gebe die Note 2+.«

Tracklisting
1. Scene Police
2. Begging For A Change
3. Whos To Blame
4. Can Of Worms
5. The Cult
6. Sherry Ann
7. Carry On
8. Jimmy Potz
9. Quite Contrary
10. Out Of Control
11. Empty Spaces
12. Opium For The Masses
13. Tourope
14. John And Phillippps Song
CD: Pork Pie, 2011

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