K-Mob - Cushdy
Lolli Loll: »So, der erste offizielle Album vom K-mob aus Hamburg. Entstanden ist K-mob aus der Band 'Das Kurorchester', die bereits einige Releases in der Zeit von 1998 bis 2002 hatte und wohl eher 2-Tone orientiert waren (habe leider keine Hörbeispiele, womit ich das belegen könnte). 2003 gab es dann einen Neubeginn mit Umbesetzungen als K-mob. Es folgten diverse Samplerbeiträge und eine 7“ in 2004. Im Herbst 2005 dann endlich das komplette Album. Hier ist es: Verdammt, ist der Einstieg geil! Kein Intro, kein geblubber, sondern der Sänger fängt mit ein wenig Drums an und ZACK, da ist der Groove, schöner Early Reggae - Bumm.
Ich bin drin im Album.

Die Frage nach den Bläsern wird mir in dem Song ein wenig später zackig (aber kurz) beantwortet.

So denn, Track 2 - 'Fistful of Satisfaction' - kommt als flotter Ska mit Blasmusik im Thema, als Offbeat und mit Solo. Und außerdem: Hallo Sängerin!!! Ja, 'I would make your day!', bei DEM Soul in der Stimme und männlicher Gesang kommt hier schön als Backing und im Frage-Antwortspiel.

Kurzes 'Interlude' und dann rollt uns die Stimmgewalt von uns Doktor (Ring Ding) um, der auf 2 Stücken des Albums mitmacht. Ich hab ihn ja schon Posaune spielen, Toasten oder Singen gehört, aber Sein Gesang hier in dieser tiefen Lage? Uff! Der Mann überrascht immer wieder!

Es gibt im ganzen Album überall etwas zu entdecken, sei es z.B. die countryartige Gitarre in 'Harlem Heat' oder das Cembalointro von 'Move'. Ein Mitmusiker von mir hat neulich bei einer inhäusigen Umräumaktion das Album auf Dauerrepeat gehört und meinte, bei jedem neuen Durchlauf hätte er irgendwo etwas Neues entdeckt, was ihm vorher nicht aufgefallen ist. Daher spare ich mir jetzt weitere Detailarbeit und vordere den geneigten Leser auf, selber auf die Suche zu gehen! Es lohnt sich!

Durchweg hat das Album einen roten Faden was das Feeling angeht. Man kommt rein ins Album und ist drin. Entspannt, raffiniert und gediegen wird durch Ska und Rocksteady geführt. Hier mal ein wenig 'dubby', dort eine Prise Soul, dann wieder nen Skateil (Beispiel: programmiert den Player mal auf die Tracks 2,6,7,12 und 16 und schon habt ihr eine wunderbare Ska-EP!), aber immer groovy und gut tanzbar. Männlein und Weiblein am Gesang ergänzen sich wunderbar, mal ist der eine Part vorne, mal der andere, mal Frage-Antwort. Nicht vollgepackt mit Soli der einzelnen Instrumentalisten, bei 'Cushdy' wurde Wert auf die Arrangements und den Gesang gelegt.

Definitiv wird dieses Album bei mir nicht einstauben, ich wage sogar die Prognose, dass von dieser Scheibe einiges auf meinem persönlichen 'Sommer 2006-Sampler' fürs Auto landet

Tracklisting:
1. Tickle
2. Fistful Of Satisfaction
3. Small World
4. Doctor My Eyes
5. Big Love
6. Harlem Heat
7. Second Chance
8. On Purpose
9. Tides
10. Followed
11. Private Number
12. Don't Cry
13. Keep Waiting
14. Dark Night
15. All I Know
16. Liquor Store
17. Move
18. Pleasure
CD: Elmo, 2005

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