Millencollin - For Monkeys
Perry Slalom: »Von mittlerweile jedem zweiten Mädchenrucksack prangt ihr Schriftzug und Plattenmillionäre müßten sie auch schon sein. Jedenfalls klingt ihr Sound so: Runder, gefälliger, stimmiger. Nicht, daß ich ihnen jetzt den alten Kommerzialisierungsvorwurf machen würde – im Gegenteil. Der Gesang ist rauher geworden, der Fuß von Larzon an den Drums arbeitet mehr als zuvor und auch die Gitarren von Mathias und Erik schrammen mehr. Aber Millencolin scheinen um einiges selbstbewußter geworden zu sein. So gehen sie z.B. im Bereich Ska keine Kompromisse mehr ein, verknüpfen den Offbeat in diesen Songs halt nicht mehr mit Hardcore-Elementen, sondern lassen den Ska als Statement unverändert im Raum stehen.
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An Stilmitteln wie Tempiwechseln oder ausgearbeiteten Einleitungen sparen Millencolin, dafür bringen sie ihr Ding nun konsequenter 'rüber, so als hätten sie unnötigen Ballast über Bord geworfen. Dafür klingt ihre Musik nicht mehr ganz so frisch wie früher: Der Baß hat eine viel stärkere Bedeutung bekommen, die Songs sind nicht mehr ganz so melodiös wie auf den ersten beiden Alben, und irgendwie vermisse ich das sympathische Augenzwinkern, das mir die Jungs aus Örebro bisher immer einen Tick näher gebracht hat als andere Bands dieses Genres.

Nichtsdestotrotz gefällt mir auch diese Platte. Millencolin sind erwachsener geworden. Und ich mag selbstbewußte Bands.«

Tracklisting:
1. Puzzle
2. Lozin' Must
3. Random I Am
4. Boring Planet
5. Monkey Boogie
6. Twenty Two
7. Black Gold
8. Trendy Winds
9. Otis
10. Light's Out
11. Entrance At Rudebrook
12. Lowlife
CD: Burning Heart, 2003
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