Pinatubo Bay - No One Below

The Skanking Cats 8/2011: »Pinatubo Bay gibt es seit 2007 und hat es seitdem auf 2 Alben und eine Mini-CD gebracht. Zwischendurch gaben Sie auch noch zahlreiche Konzerte, und das zusammen mit Bands, die sich lesen wie das Who-Is-Who der Ska/Reggae-Szene: The Aggrolites, Moon Invaders, Doreen Shaffer, Dr. Ring-Ding, um nur mal ein paar zu nennen.

Ich hatte bereits im vergangenen Jahr das Vergnügen, die EP "Keep The Rhythm" zu rezensieren und habe ich mich umso mehr gefreut, als man anfragte, ob ich Lust hätte, den aktuellen Silberling "No One Below - No One Above" zu besprechen.

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Los geht es mit einem gut gewählten "All Because Of You" im feinsten Rocksteady/Early Reggae-Gewand. Bis wir auf "On Fire" treffen, geht es auch so weiter. Hier erwartet uns ein ganz besonderes Schmankerl. Hierfür konnte man niemand geringeren gewinnen als Daniel Broman, seines Zeichens Sänger der erfolgreichen dänischen Band Babylove & The Van Dangos. Dieses Lied schlägt nicht nur durch den getauschten Sänger aus der Art, sondern auch durch das recht flotte Tempo. Gastsänger kennt man auch von anderen CDs, aber warum gleich ein komplettes Lied? Wobei sich die Stimme von Sänger Theo durchaus hören lassen kann! Ist ja nicht so, als wenn ich etwas dagegen hätte (schließlich bin ich ein großer Babylove/Broman-Fan) aber man befindet sich plötzlich in einer anderen Welt. Das Stück hebt sich sehr von den anderen Liedern ab. Und noch etwas hat man sich bei den Skandinaviern geliehen: nicht die Texte sind im Booklet abgedruckt, sondern die Beweggründe für die Lieder.

Anspieltipps kann ich explizit nicht ausprechen, die CD ist durchlaufed gut, aber meine Lieblingslieder (und das auf Anhieb!) waren "Last Call" und "On Fire". Aber auch die anderen Stücke sind absolut empfehlenswert, die Dubversion von "The Wall" (hatte ich noch bei der Rezension von der "Keep The Rhythm" geschrieben, dass ich kein großer Dub-Fan bin, hat sich das mittlerweile geändert. Ein Verdienst der Tübinger? Wer weiß ...) z. B. oder auch "Lonely Not Alone" kann sich durchaus hören lassen.

Alles in allem ist den Jungs (und dem Mädel, das sich allerdings mehr als nur etwas im Hintergrund aufhält) mit "No One Below - No One Above" ein großer Wurf gelungen. Der einzige Nachteil an dem Silberling ist seine kurze Spielzeit. Gerade mal knappe 34 Minuten besuchen uns die Tübinger. Dabei würde man hoffen, dass sie noch viel länger bei uns verweilen. Aber wenn Sie so fleißig weiter machen wie bisher, werden wir wohl nicht allzu lange auf die nächste Veröffentlichung (oder ein Konzert) warten müssen. Vielleicht sollten sie sich in Pinaturbo Bay umbenennen.«

Tracks:
1. 1. All Because Of You
2. Last Call (Rock Steady Version)
3. Lonely Not Alone
4. What It Takes
5. Takeover
6. The Wall
7. Gare De Lest
8. All I Ever Wanted
9. Lotorius
10. On Fire
11. The Wall, No More! (Harzkrafthof Dub)
CD: Pinatubo Bay, 2011