Robb Blake - No Time to Waste
Florian Heilmeyer: »Kennt ihr diese Sänger bei denen einen sofort das Gefühl befällt, sie hätten gerne eine andere Stimme? Mir fällt gerade kein gutes Beispiel ein, aber auch bei vielen Menschen, die mit Singen anfangen, findet sich dieses Phänomen: alles einmal ausprobieren mit der eigenen Stimme, bis man einen Weg findet, einen eigenen Ausdruck damit zu finden. Wie bei jedem anderen Instrument eben auch.
Robb Blake ist sicher kein schlechter Sänger. Aber er ist auch kein Anfänger: er hat mit Whitmore Skapunk gemacht, seit dem Ende der Band allerdings auch zwei Jahre Pause gemacht. Vielleicht hatte er auch Lust auf seinem Solo-Album erst einmal verschiedene Dinge auszuprobieren, jedenfalls veranstaltet er allen möglichen Zirkus mit seiner Stimme, vor allem verfällt er immer wieder in einen Gesang, der wohl tief knurrender Rasta-Rap sein soll.
Klappt aber nicht. Klingt irgendwie zwischen den Stühlen. So bleibt ein gemischter Eindruck von seinem Solo-Debut. Sicher sind gute Songs vorhanden, sicher sind sehr gute Ideen da, aber dann wird eine Vielfalt vorgetäuscht, die einfach noch nicht vorhanden ist. Knapp an einer richtig guten Platte vorbei.«
CD: Do The Dog, 2008