Darunter leidet dann auch dieser Mann: die Platte, die er hier vorlegt, ist ganz hervorragender Rockabilly mit viel Surf und Western (oder Country, da kenn ich mich nicht aus!). Gleich zum Beginn steht mit 'Desire' ein Rockabilly-Kracher a la Stray Cats zu ihren besseren Zeiten. Dem folgen mit 'Hook, Line & Sinker' und 'Bonediggin' zwei Western-Stücke, die Johnny Cash kaum besser hätte machen können. Die wunderbare Stimme und der angenehme Gitarrenklang, sowie die vielen Überraschungsmomente machen diese Platte keine Sekunde langweilig, sogar schwächere Lieder wie 'Black Leather Jacket' werden von den starken Lieder einfach weggespült. Ganz am Schluss werden dann auch noch quotenmässig zwei Offbeat-Stückchen runtergerasselt.
Aber das ist eben das Problem: Skabilly draufschreiben und auch noch ein Cover, das Assoziationen irgendwo zwischen Two Tone und The Clash aufkommen lässt. Dann aber Western und Rockabilly spielen? The Great Skabilly Swindle? Es wäre schade, wenn diese wunderschöne Platte aufgrund der falschen Kategorisierung nicht die gebührende Beachtung fände.«
Tracklisting:
1. Desire
2. What's The Matter
3. Hook Line & Sinker
4. Bonediggin'
5. Blues Attack
6. The Man With No Name
7. Lorraine
8. Judgement Day
9. Doldrums
10. Don't Drive Me
11. Heartbreak City
12. Black Leather Jacket
13. Nothing Lasts Forever
14. Falling Angel
15. Blue Angel
16. Dream World
17. Reckless Romance
18. Dixie Ska
CD: Grover, 2005