Ska Wars: Better Beware
Lolli Loll: »O.K., dann pass ich besser mal auf...

Weswegen? Wegen dem Albumtitel der siebenköpfigen Band aus Rade/Buxtehude, die seit 1999 die Norddeutsche Skawelt unsicher machen. 2002 gab es den ersten '3 Song + Video'- Tonträger in Eigenregie und Heimherstellung. Nach einigen 'Bandschwierigkeiten' gibt es seit dem 13.4.2006 den ersten Tonträger in Albumlänge.

Zur Bandbesetzung gibt es zu sagen: Neben dem Üblichen gibt es 2 Gitarren und 'nur' 2 Saxophone (hört sich an wie Alt/Tenor und manchmal Alt/Alt).

Das Gesamtwerk hinterlässt den Eindruck: Junge Band (Durchschnittsalter dürfte bei ca. 24 liegen), die mit Druck ihre Energie verbreiten möchte. Geschwindigkeit wird hier groß geschrieben. Das Album hat nur einen Song unter 130 BPMs, die meisten liegen weit darüber (Ja, ich habs wirklich ausgemessen...).

Hier und da mal verzerrte Gitarren, dort mal ein Punkrockpart, an anderer Stelle wird der Text geschrien… Aber zum Glück ist dies kein Punk-Album, wo ab und an mal ein Skapart drin vorkommt. (Diese Art von Stilmixen gibt es auf dieser Welt leider zu genüge. Und gerade das wird oft von jüngeren Bands gerne praktiziert.) Nein. Hier gibt es gute Bläserarrangements, einen fitten Drummer, (der zwischendurch auch mal schön auf der Hi-Hat rumfrickelt) und einen Sänger, der sowohl singen kann, als auch schreien (über den sprechgesangartigen Teil in 'Still Doing The Ska' sprechen wir später mal bei nem Bier… Den hättet Ihr Euch sparen können… Denn sonst ist der Song schön groovig!). Anfangs des Albums ist die verzerrte Gitarre auch extrem zurückgenommen (s. 'Time To Change') und die Offbeatgitarre läuft mindestens gleichbedeutend nebenher. Das ändert sich gegen Ende, denn dort wird es punkiger. Gutes, aufbauendes Tracklisting!

Witzig ist es, wie sehr sich die Bandgeschichte mit unserer deckt (Anmerkung der Redaktion: der Autor dieser Besprechung ist ein 'Incredible Derrick'). Begonnen in 1999, haben auch wir ein Album draußen und im Moment stehen wir auch wieder nur mit 2 Saxophonen da. Daher mein wirklich gut gemeinter Rat an Euch: seht zu, dass Euer Sound in der Bläsersektion dicker wird! Gerade bei 2 Saxophonen, die von der Stimmung so nahe bei einander liegen wird das fürs Ohr manchmal stressig!

Das Album geht insgesamt nach vorne. 'So sehr insgesamt', das ich jetzt keinen Lieblingssong bestimmen kann… ein runde Sache halt. Leider ein wenig kurz. (Ja, auch DAS kommt mir bekannt vor…) Laufzeit von einer halbe Stunde und ein paar Kaputten, die 11 Tracks beherbergen.

Also: Auf geht’s, das Debüt ist meiner Meinung nach geglückt, jetzt nicht verbuddeln, auf geht’s nach vorne! Auf Sampler drauf, an bekanntere Bands klemmen, auch mal nen Juze-Gig absagen… Läuft.«

Tracklisting:
01. Forgotten times
02. Time to change
03. Advice
04. Still doing the SKA
05. Everyone's sweetheart
06. Mirrors' Eyes
07. Come along
08. Better Beware
09. Tribute to the Roots
10. Kamälion
11. Sally's Day
CD: 2006

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