Skapoint - Skapoint
Florian Heilmeyer: »Skapoint haben von allen polnischen Bands die deutlichsten Anleihen beim deutschen Ska der späten Achtziger genommen. Das mag an dem lustigen Englisch liegen, um das sich Sängerin Emilia bemüht. Das liegt aber mehr an dem grundsoliden Two-Tone-Rhythmus, den die Gitarre spielt, dazu eisbrechende Bläsersätze und eine Melodie, die alleine von der Stimme getragen wird. Das ergibt oft diesen reduzierten Basis-Ska, wie ihn Skaos, Busters, Blechreiz und No Sports jahrelange angeboten haben. Das birgt die Gefahr, sich selbst dauernd zu wiederholen, und maximal Schluckauf-Hymnen wie 'Keep On' zu erreichen. Und ganz wie bei den alten deutschen Bands wird dann auch mal die musikalische Humorkeule ausgepackt, wenn bei 'Skamba' sowohl Samba, als auch 'La Isla Bonita' von Madonna verskawurschtelt wird.

Skapoint gehen aber weiter als die alten deutschen Ska-Väter: Beim wunderbar schwermütige Posaunenstück 'Take A Sit' (Seat?) zeigt man Mut zur stilistischen Vielfalt. Überhaupt funktioniert auch die Stimme von Emilia bei den langsamen Stücken am allerbesten, das hört man zum Schluß nochmal bei 'Tonight' - Wer die 'Ska…Ska…Skandal'-Reihe von Pork Pie mag, der muß sich sehr schnell Skapoint zulegen. Alle anderen sollten sich das aber auch anhören, richtig starke Platte, die noch bessere Bläser verdient hätte.«
CD: Jimmy Jazz

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