Spicy Roots – Get Ready
Knarösto JJ Pöpel: »Mit ihrem neuen Album legen die Spicy Roots ein glatt produziertes neues Album voller Schwung und ohne jegliche Ecken und Kanten vor. Stilistisch gibt es Pop-Ska mit vielen Ausflügen in traditionelle Gefielde, bisweilen geht es auch etwas swingiger zur Sache.

Schon beim ersten Hören ist klar: diese Songs gehen ins Ohr und greifen auf altbewährte Mittel zurück: Poppige-Melodien, fette Bläsersätze, etwas Rocksteady-Beat und jede Menge gute Laune.'Get ready' bemüht sich nicht einmal um musikalische Innovation und textliche Teifgründigkeit, doch das hat die Band auch gar nicht nötig. Ihre Liveshows sind nach eigener Aussage dazu da, um 'sich von den treibenden Offbeats mitreißen zu lassen und während den eingängigen Gesangs- und Bläsermelodien abzuheben', und dazu braucht man keine revolutionären neuen Offbeat-Varianten.
Kurz gesagt: Spicy Roots bieten nichts Besonderes, aber unbeschwerte Musik ohne jegliche Komplikationen. Die Stichwörter unter die ich das Album packen würde, sind tatsächlich – wie eingangs erwähnt – Pop-Ska und traditioneller Ska, die sich hier die Klinke in die Hand geben. Vielleicht ja die perfekte Musik, um sich die Herbstdepressionen schön zu skanken. Als Kennenlernsongs bieten sich 'So what', 'Get ready' und 'Judy's Pub' an.«


Hajo Kiel (Rinn inne Pann-Fanzine): »
Für mich die Überraschung des Tages. Muss ich doch sagen dass ich 'Langweiler-Dritte-Welle-Ska' erwartet hatte, von einer Band die eigentlich mal mit ner traditionellen 7 angefangen hatte und dann ein laues Popska-Album folgen ließ, das mich damals enttäuschte, zeigt auf dem neuen Album dass sie nicht nur absolut fit in der Beherrschung ihrer Instrumente sind, sondern dass sie auch richtig schöne Songs machen können, die, und das ist jetzt keine Übertreibung, sondern ein ernstgemeintes Lob, nah an den ruhigen Stücken von Mr. Review dran sind, und die schätze ich sehr.

So im Auftaktsong und speziell auch in 'Judy’s Pub'. Gecovert wird auch der alte Hit 'Bluebeat and Ska' (z.B. auf den Ska Wars Samplern zu finden), den Song mag ich persönlich nicht so, gut umgesetzt ist er aber. Es gibt auch lauere Kost auf dem Album (z.B. das Titelstück). Insgesamt bleibt wegen 3-4 wirklich schönen Songs und keinem wirklich schlechten aber ein definitiv positiver Gesamteindruck

Tracklisting:
01. Always Together
02. So What
03. Blue Beat & Ska
04. Get Ready
05. A Little More
06. Hotblooded Woman
07. Brilliant Day
08. Judy's Pub
09. Run Away Run
10. Slow Summer
CD: House-Master-Records, 2006

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