Yellow Cap : Doesn't Matter
Florian Heilmeyer: »Es passiert relativ selten, dass eine Skaband auf meinem Tisch landet, von der ich noch nie vorher etwas gehört habe. Das wird mir mit zunehmendem Alter vermutlich immer öfter passieren, aber ich bin schon sehr stolz, dass ich bisher mit euch jungen Menschen mithalten konnte.

Jedenfalls! noch viel seltener passiert es mir, dass ich die Band sofort mag. Die Yellow Caps aus Görlitz spielen sich mit ihrem 'Yellow Cap Ska' direkt in mein großes weiches Herz. Frische Bläser kicken die Platte sofort in den gegnerischen Strafraum, der glasklare und bekannte Schluckaufrhythmus stabilisiert die Abwehr und zweifacher Gesang macht vorne die Kiste. Jedenfalls meistens. Denn wenn man dieser Platte anhört, dass sie ein Debut ist, dann ist es am auffälligsten bei den oft stolprigen Melodien und den Toasting-Einlagen, bei denen ich nicht weiss, ob die Yellow Caps damit auf dem richtigen weg sind oder nur zu sehr vom Trend beeinflusst. Was aber auch okay ist, so lange man jung ist, und auf der Suche kann man gerne auch mal Dancehall kopieren, bevor man fest stellt, dass man eigentlich eine oberastreine Skaband ist.

Insgesamt legt die Zwölferbande mit 'Doesn't Matter' ein sehr gutes Debut hin

Tracklisting:
1. Yellow cap ska
2. Answer of rudeness
3. Doesn't matter
4. Full moon
5. Feel the same
6. Day off
7. Mr. Brown
8. Dancin 'innha di audience
9. Times full of haste
10. Dancin' innha di audience (Clubmix - Mixed By Dash & Joyce)
CD: Meutereiberlin, 2004

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